Ein gewohntes Bild der vergangenen Wochen: jubelnde Spieler des TSV Steinbach Haiger

Mit sieben Siegen in Folge ist der TSV Steinbach Haiger die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Südwest. Die Erfolgsgaranten: gemeinschaftliche Ruhe und ein sportlicher Volltreffer.

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Audioseite Alipour: "Wir haben die Ruhe bewahrt"

Steinbach-Trainer Adrian Alipour
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23 Punkte aus 10 Spielen, Tabellenplatz zwei und dabei ein Spiel weniger als Spitzenreiter Mainz 05: Beim TSV Steinbach Haiger sieht die Lage in der Regionalliga Südwest aktuell rosig aus. Dabei war der sportliche Höhenflug zunächst nicht abzusehen, aus den ersten drei Spielen gab es nur zwei Punkte. Seitdem hat das Team jedoch alle sieben Partien gewonnen.

Chessa bereits mit zehn Scorer-Punkten

"Entscheidend war, dass wir alle zusammen die Ruhe bewahrt und an das geglaubt haben, was wir uns im Vorfeld vorgestellt haben", erklärt Trainer Adrian Alipour im Gespräch mit dem hr-sport. "Wir spielen guten Fußball und holen gute Ergebnisse." Das ist allerdings fast Understatement: Schott Mainz, Pirmasens, Bahlingen, Balingen, Aalen, Gießen und Großaspach - sie alle zogen zuletzt gegen den TSV den Kürzeren.

"Schuld daran" ist auch ein Mann, den Steinbach vor der Saison aus Pirmasens holte: Dennis Chessa. Vier Tore hat er selbst erzielt, sechs weitere vorbereitet - eine Top-Quote. "Er ist sportlich ein absoluter Volltreffer und ein klasse Typ mit einem richtig guten Charakter", lobt sein Trainer, der den 28-Jährigen aktuell für "unverzichtbar" hält.

"Sehen uns nicht als Aufstiegsfavoriten"

Doch was ist drin für den TSV Steinbach Haiger, der im Moment eine so starke Ausgangsposition hat? "Wir haben schon das Ziel, in der Spitzengruppe zu stehen, sehen uns aber nicht als Aufstiegsfavoriten", so Alipour, für den Elversberg, Ulm und Offenbach die größten Konkurrenten um die Regionalliga-Meisterschaft und damit auch den Aufstieg in die 3. Liga sind.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) muss Steinbach bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart ran, wo es den achten Sieg in Folge geben soll. "Wir wissen, dass ein sehr starker Gegner auf uns wartet", sagt Alipour und weist darauf hin, dass durch die Länderspielpause in der Bundesliga womöglich auch der ein oder andere VfB-Profi auf dem Platz stehen könnte. Aber: "Wir fahren natürlich nach Stuttgart, um das Spiel zu gewinnen."