Der neue OFC-Coach Sreto Ristic bei seiner offiziellen Vorstellung

Die Offenbacher Kickers gehen mit neuem Trainer in das Jahr 2021. Trotz Tuchfühlung zur Spitzengruppe vermeiden die Verantwortlichen das Wort "Aufstieg".

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found OFC entlässt Barletta - Ristic neuer Trainer

Angelo Barletta, Trainer der Offenbacher Kickers
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Das Jahr 2020 endete bei den Offenbacher Kickers mit einem Paukenschlag: Trainer Angelo Barletta wurde am Tag vor Silvester entlassen, Sreto Ristic zum Nachfolger ernannt. Der OFC erhofft sich von diesem Wechsel einen Angriff auf die Tabellenspitze, auch wenn diese Ziele nur sehr vorsichtig formuliert werden.

"Er ist eine natürlich Autorität"

"Es geht darum, eine Entwicklung voranzutreiben. Dass wir aus dem, was wir haben, wie aus einer Zitrone alles rausquetschen", sagte Geschäftsführer Thomas Sobotzik bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers am Montag. "Wir wähnen uns schon konkurrenzfähig, aber es muss noch viel Arbeit geleistet werden."

Sobotzik hatte Gespräche mit Ristic, einem nicht namentlich genannten weiteren Trainerkandidaten sowie Barletta geführt, ehe die Wahl auf den ehemaligen Coach des Chemnitzer FC fiel. "Er ist eine natürliche Autorität und bringt Fachkompetenz mit, aber auch eine gewisse Leidenschaft und Emotionalität."

Neues Fußballjahr startet in Stadtallendorf

Ristic lobte seinen neuen Verein schon mal in höchsten Tönen und zeigte sich begeistert vom professionellen Umfeld: "Wenn man das hier sieht, das hat mit Regionalliga nichts zu tun. Das kann einem auch Angst machen, aber bei mir ist es das Gegenteil - ich empfinde das als äußerst motivierend." Ristic war in den vergangenen Monaten im Scouting von Chemnitz tätig und wollte eigentlich den Fußballlehrer machen - wegen Corona ist er damit allerdings noch nicht komplett fertig.

Seine Konzentration gilt jetzt ohnehin den Kickers und dem ersten Spiel im neuen Jahr: Am kommenden Samstag (14 Uhr) muss das Team zum Hessen-Duell nach Stadtallendorf. Mit einem Sieg könnte der OFC weiter in Schlagdistanz zur Tabellenspitze der Regionalliga Südwest bleiben - aktuell beträgt der Rückstand vier Punkte, wobei Spitzenreiter Freiburg noch ein Nachholspiel mehr zu absolvieren hat. Nur dem Meister gelingt der Aufstieg in die 3. Liga.

Sobotzik: Favoriten sind andere

Mit der Formulierung von hohen Zielen ist man in Offenbach allerdings sehr vorsichtig. "Für mich ist das Wort Aufstieg relativ weit weg. Meine Aufgabe ist in erster Linie, das Spiel an sich zu verbessern", so Ristic. Ähnlich sieht es auch Sobotzik: "Wenn es am Ende des Tages eintritt, sind wir alle glücklich. Dafür sind aber andere die Favoriten. Eine Mannschaft wie Elversberg hat ein ganz anderes Fundament. Das heißt aber nicht, dass wir sie nicht schlagen wollen."