Adrian Alipour Steinbach Haiger

Beim TSV Steinbach Haiger ist aktuell das große Kennenlernen angesagt. Hinter den Mittelhessen liegt ein ordentlicher Kader-Umbruch im Sommer. Trainer Adrian Alipour hat daher reichlich zu tun, will aber weiter ambitioniert bleiben.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Alipour: "Wir haben eine große Fluktuation im Kader"

Imago Alipour
Ende des Audiobeitrags

Zur Belohnung gab es immer einen Sprung in den Pool. Wenn Adrian Alipour, Trainer des Regionalligisten TSV Steinbach Haiger, mal wieder ein längeres Telefonat hinter sich hatte, ging es ab ins kühle Nass. Es war, das kann man sagen, ein ungewöhnlicher Urlaub, den Alipour in diesem Sommer hatte. Es galt, einen mittelschweren Kader-Umbruch zu planen. Da muss auch der Trainer ran in der Freizeit und Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen.

Nun aber befinden sich die Mittelhessen wieder in der Vorbereitung für die neue Saison. "Die Pause hat gut getan", bekräftigt der TSV-Trainer trotz der Mehrarbeit im Urlaub im Gespräch mit dem hr-sport. Auch wenn er sich der Aufgabe in der Vorbereitung bewusst ist. "Wir haben eine große Fluktuation im Kader", weiß Alipour. "Ich musste sehr viel telefonieren. Wir haben viele gute Jungs dazu geholt."

Es warten intensive Wochen

Mehr als ein Dutzend Spieler, darunter Torwart Raphael Koczor und Stürmer Sascha Marquet, haben Steinbach verlassen, bereits zehn neue Akteure im Gegenzug in Mittelhessen angeheuert. Keine leichte Aufgabe für Coach Alipour. "Wir wollen uns gerade finden - menschlich und sportlich", betont er. "Die sechs Wochen jetzt werden wahnsinnig intensiv. Wir müssen an vielen Stellschrauben drehen."

Um das zu schaffen, geht es unter anderem auch in ein Trainingslager in der Sommervorbereitung. Startschuss für die neue Spielzeit ist dann Mitte August, erster Gegner der KSV Hessen Kassel. "Bislang herrscht eine gute Stimmung", gibt sich Alipour optimistisch.

Alipour: "Wir sind ambitioniert"

Und obwohl in der neuen Spielzeit eine runderneuerte Mannschaft auf dem Feld stehen wird, werden die Ansprüche beim TSV, in der vergangenen Spielzeit Tabellenfünfter, nicht kleiner. "Wir sind ambitioniert. Unser Ziel bleibt es, uns weiter in der Spitzengruppe zu etablieren", so Alipour.

Konkreter will der Steinbach-Coach, der an der Tabellenspitze vor allem Elversberg, Offenbach, Ulm und Homburg auf dem Zettel hat, aber nicht werden: "Ich will mir lieber Etappenziele setzen. Rumträumen macht keinen Sinn." Schon bald wird er aber wissen, ob all die Telefoniererei im Sommer Wirkung gezeigt hat - und ob die Sprünge in den Pool als Belohnung berechtigt waren.