Steinbach Jubel

Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte tritt der TSV Steinbach Haiger im DFB-Pokal an. Gegen den SV Sandhausen ist wegen der Corona-Pandemie jedoch alles anders. Geschäftsführer Matthias Georg weiß trotzdem ein Erfolgsrezept.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Matthias Georg: "Die Vorfreude ist riesig"

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Eigentlich wissen sie beim TSV Steinbach Haiger ja ganz genau, was auf sie zukommt. Erst vor zwei Jahren kickten die Hessen das erste Mal im DFB-Pokal, damals hieß der Gegner FC Augsburg. Es entwickelte sich ein echter Pokalfight, den der TSV denkbar knapp mit 1:2 verlor. Nur zwei Jahre später bekommt der Regionalligist die nächste Chance auf der großen Bühne, diesmal gegen den SV Sandhausen. Und doch ist alles anders, Corona sei Dank.

Denn Fans dürfen am Sonntag (15.30 Uhr) nicht ins Stadion, das echte Underdog-Pokalfeeling wird wohl auf der Strecke bleiben. "Die Vorfreude ist trotzdem riesig, auch wenn es jetzt andere Voraussetzungen sind als vor zwei Jahren, als wir das Stadion vollmachen konnten", sagte TSV-Geschäftsführer Matthias Georg dem hr-sport. "Trotzdem ist es für uns erst die zweite Teilnahme am DFB-Pokal und deswegen etwas ganz Besonderes."

"Haben einen Funken Hoffnung"

Mit dem zwei Klassen höher angesiedelten SV Sandhausen kommt ein gestandener Zweitligist nach Hessen, wenngleich mit dem SVS nicht unbedingt ein FC Bayern München aus der Lostrommel gezogen wurde. In Ermangelung an Zuschauereinnahmen aber kein Beinbruch für Georg, der die Sandhäuser als "haushohen Favoriten" sieht. Und dennoch auch als "Gegner, bei dem wir einen ganz kleinen Funken Hoffnung haben, ihn ärgern zu können."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Matthias Georg: "Müssen Nadelstiche setzen"

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Die Marschroute liefert Georg gleich mit: "Möglichst lange die Null halten, Nadelstiche setzen. Wir haben gezeigt, dass wir das können." Als Blaupause kann das 1:2 gegen den FC Augsburg 2018 herhalten, als die Hessen den Bundesligisten am Rande einer Niederlage hatten. "Einige Spieler waren damals schon dabei. Da hat jeder gesehen, dass wenn du in eine Euphorie reinkommst, wie damals nach dem Ausgleich, auch Chancen auf das 2:1 oder 3:1 hast", erinnert Georg an das wahrscheinlich größte Spiel der Vereinsgeschichte. "Mit ein bisschen Glück hätten wir weiterkommen können. Und genau diese positiven Emotionen nehmen wir mit in das Spiel gegen Sandhausen."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Matthias Georg: "Wenn du in die Euphorie reinkommst ..."

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"Wir haben gar nichts zu verlieren, keinen Druck"

Ein möglicher kleiner Vorteil dabei: Während Sandhausen noch in der Vorbereitung ist, hat der TSV Steinbach Haiger bereits zwei Ligaspiele absolviert. "Wir stehen voll im Saft", so Georg. "Wir haben gar nichts zu verlieren, keinen Druck. Alle Spieler freuen sich auf Sonntag."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Matthias Georg: "Das ein oder andere Kaltgetränk genehmigen"

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Auch wenn, Corona sei Dank, kaum Zeit bliebe, eine Pokalsensation ausgiebig zu feiern, sollte sie klappen. "Am Mittwoch spielen wir schon wieder, in der Corona-Saison gibt’s keine Zeit zu feiern", so Georg. "Aber das eine oder andere Kaltgetränk werden wir uns sicher genehmigen."