Lucas Albrecht (OFC) im Zweikampf mit Vito Plut (FSV Frankfurt)
Der OFC und der FSV gehen mit unterschiedlichen Ambitionen in die neue Regionalliga-Saison. Bild © Imago Images

Die Regionalliga Südwest steht wieder in den Startlöchern. Bevor am Wochenende der Ball rollt, hat sich der hr-sport bei den vier hessischen Vertretern nach Wünschen, Zielen und Spielphilosophien erkundigt.

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Fußball im Tor Sujet

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found OFC: Drittklassig sind wir

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In der Regionalliga Südwest rollt ab diesem Wochenende wieder der Ball. Drei der vier Hessen-Clubs steigen am Samstag (14 Uhr) ins Geschehen ein: Aufsteiger FC Gießen gastiert in Elversberg, der FSV Frankfurt bekommt es mit der TSG Balingen zu tun und der TSV Steinbach Haiger empfängt die zweite Mannschaft von Mainz 05. Die Kickers aus Offenbach treffen zum Top-Spiel am Montagabend (20.15 Uhr) auf den SSV Ulm. Der hr-sport hat die Regionalligisten im Teamcheck unter die Lupe genommen.

Kickers Offenbach

Nachdem die Vorsaison des selbsternannten Aufstiegsaspiranten enttäuschend verlief (5. Platz), hat der OFC seine Mannschaft auf links gedreht. Alte Recken gingen, neue frische Kräfte kamen. Den Aufstieg haben sich die Kult-Kicker aus Offenbach nicht mehr explizit auf die Fahnen geschrieben. Vorerst zumindest.

Trainer Daniel Steuernagel hadert mit der Niederlage in Freiburg.
OFC-Trainer Daniel Steuernagel Bild © Imago Images
  • 1. Der Kader

"Nach der Analyse der letzten Saison haben wir den Kader verändert", erzählt OFC-Trainer Daniel Steuernagel. Mehr "Robustheit, Erfahrung, Ballsicherheit und Geschwindigkeit" hat man sich in Offenbach auf die Fahnen geschrieben. Die Eindrücke aus der Vorbereitung stellen die Verantwortlichen bislang zufrieden.

  • 2. Das Saisonziel

"Wir haben uns als Verein das Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren in den Profifußball zurückzukehren. Daran arbeiten wir auch schon in dieser Saison", so Steuernagel.

  • 3. Die Philosophie

"Wir wollen die Zuschauer durch viel Einsatz, Laufbereitschaft und Aggressivität gegen den Ball mitnehmen und im Ballbesitz zielgerichtet agieren."

FSV Frankfurt

Am Bornheimer Hang geht man in die dritte Regionalliga-Saison in Folge. Nach dem 12. Platz des Vorjahres soll das etwas angestaubte Image des Vereins aufpoliert werden.

Thomas Brendel vom FSV Frankfurt.
Thomas Brendel Bild © Imago Images
  • 1. Der Kader

Zehn Abgängen stehen aktuell fünf externe Neuzugänge und fünf interne aus der eigenen U19 gegenüber. "Der Kader ist in der Breite jünger als in der Vorsaison, wir konnten aber mit Alawie, Kunert, Born und Wilton Spieler mit viel Erfahrung dazu gewinnen", erklärt der sportliche Leiter des FSV, Thomas Brendel. Bis Transferschluss soll die Mannschaft eine Größe von etwa 24 Spielern haben.

  • 2. Das Saisonziel

"Wir wollen überraschen!", heißt die Devise der Frankfurter.

  • 3. Die Philosophie

"Attraktiven und offensiven Fußball" wollen die Bornheimer ihrem Publikum bieten. "Zudem wollen wir unsere jungen Spieler weiterentwickeln und an den Seniorenfußball heranführen", so Brendel.

TSV Steinbach Haiger 

Auch in Mittelhessen hat man der Mannschaft eine Verjüngungskur verpasst. Mit schnellen, hungrigen Nachwuchskräften soll der achte Platz aus dem Vorjahr übertroffen werden.

Matthias Georg - Steinbach
Geschäftsführer Matthias Georg Bild © hessenschau.de
  • 1. Der Kader

"Wir haben uns dazu entschlossen, der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben. Wir haben viele junge, hungrige Spieler unter Vertrag genommen, die für schnelles Umschaltspiel stehen und noch große Ziele in ihrer Karriere haben. In Verbindung mit dem Gerüst um die erfahrenen Spieler ist dies eine spannende Mischung, die in der Vorbereitung bereits Lust auf die neue Saison gemacht hat", teilt TSV-Geschäftsführer Matthias Georg auf hr-sport-Anfrage mit.

  • 2. Das Saisonziel

Einen konkreten Tabellenplatz will der TSV nicht als Ziel ausgeben. Ein Platz im oberen Drittel dürfe es aber gerne sein. "In erster Linie geht es nach der verkorksten Rückrunde darum, einen neuen Spielstil am Haarwasen zu etablieren und die Menschen aus der Region wieder mit erfrischendem Umschaltfußball ins Stadion zu locken", so Georg.

  • 3. Die Philosophie

Der TSV setzt auf junge Spieler und Geschwindigkeitsfußball. "In der Vergangenheit haben wir uns darin einen Namen gemacht, Talente in einem professionellen und familiären Umfeld weiterzuentwickeln und in höhere Ligen abzugeben. Am schönsten wäre es natürlich, sie packen den Aufstieg in den nächsten zwei Jahren mit uns gemeinsam."​

FC Gießen

Der FC Gießen ist der hessische Neuling in der Regionalliga Südwest. Der Nichtabstieg hat für Trainer Daniyel Cimen oberste Priorität.

Trainer Daniyel Cimen feiert mit dem FC Gießen einen Sieg im Spitzenspiel bei Bayern Alzenau.
Gießen-Trainer Daniyel Cimen Bild © Imago Images
  • 1. Der Kader

"Unsere Mannschaft ist gut aufgestellt und in der Breite für die kommende Regionalligasaison gut besetzt. Trotzdem werden wir die Augen weiter offen halten, da wir uns gerne noch auf ein, zwei Positionen verstärken wollen. Wenn etwas passen sollte, wollen wir nochmal aktiv werden", erklärt Cimen.

  • 2. Das Saisonziel

Die Ansprüche des Aufsteigers sind so einfach wie realistisch: "Unser Ziel ist es, auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Südwest an den Start zu gehen."

  • 3. Die Philosophie

Die Gießener machen ihr Image nicht an einem Spielystem abhängig, wollen vielmehr flexibel sein. Cimens Grundanforderung an seine Mannschaft: "Wir wollen mutig, mit viel Herz und Leidenschaft aufspielen." Dafür sehe er den Kader bestens aufgestellt.