Jubel beim FC Gießen

Der FC Gießen braucht dringend Geld. Den Mittelhessen fehlen rund 200.000 Euro. Diese Not macht beim Regionalligisten erfinderisch. Probleme könnte bei der Idee aber das Coronavirus machen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found FCG-Geschäftsführer Haupt: "Brauchen gewisse Geldsumme"

Spieler des FC Gießen machen einen Kreis.
Ende des Audiobeitrags

Rein sportlich befindet sich der FC Gießen aktuell auf dem aufsteigenden Ast. Die vergangenen beiden Spiele konnten die Mittelhessen gewinnen. Das Problem, das der FCG hat, ist ein anderes - ein finanzielles. Der Verein braucht Geld. Und das dringend. Rund 200.000 Euro fehlen dem Regionalligisten, um die laufende Saison bis zum Ende zu stemmen. Diese Not macht in Gießen erfinderisch. Herausgekommen ist dabei die Idee des Clubs der 200.

200 Mitglieder, 200.000 fehlende Euro: Die Zahlen passen nicht ohne Zufall zusammen. Die Hoffnung der Gießener Verantwortlichen ist, dass sich 200 Gönner, Fans und Investoren finden, die zusammen mit jeweils 1.000 Euro das fehlende Geld aufbringen. "Die Lage ist angespannt. Wir brauchen eine gewisse Geldsumme", sagt der kommissarische Geschäftsführer Markus Haupt im Gespräch mit dem hr-sport ehrlich.

Weitere Informationen

Mehr im hr-fernsehen

Die Lage des FC Gießen sowie das Heimspiel gegen Balingen beschäftigen auch das "heimspiel! am samstag". Beginn der Sendung im hr-fernsehen ist um 17.15 Uhr.

Ende der weiteren Informationen

FCG will Werbetrommel rühren

Es würden aber auch kleinere Beträge helfen. "Wenn jemand mit lediglich 100 Euro kommt, nehmen wir diese gerne", so Haupt. Erste Helfer hätte sich am Montag schon beim Verein gemeldet. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, wollen die Gießener Verantwortlichen ordentlich die Werbetrommel rühren.

Beim Heimspiel am Samstag gegen den Tabellenvorletzten aus Balingen (14 Uhr) werden sich die FCG-Kicker dafür in eigens kreierten Shirts warmmachen, dazu gibt es Retter-Shirts für die Anhänger und eine Menge Flyer.

Sorgen wegen Coronavirus

Reichlich Probleme könnte den Mittelhessen jedoch das Coronavirus machen, das sich aktuell in ganz Deutschland ausbreitet. Nach der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Großveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern abzusagen, stehen auch die Regionalliga-Partien auf der Kippe.

"Wir hoffen, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht", betont Haupt. Am Montag habe es aber noch von Seiten des Gesundheitsamts geheißen, dass es keine Einschränkungen gebe, so Haupt weiter. Besonders für das Spiel am Samstag wäre es bitter für die Gießener, weil dann alle Aktionen ins Leere laufen würden. "Es wäre natürlich schlecht, wenn keiner kommt." Besonders für die klamme Kasse des Vereins.