Das Waldstadion in Gießen

Testspiele, personelle Veränderungen und ein Hygienekonzept für 1.000 Fans: Der FC Gießen wappnet sich für das Hessenpokal-Halbfinale gegen den TSV Steinbach Haiger. hessenschau.de wird die Partie im Livestream übertragen.

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Livestream

zum Livestream Live: Pokal-Halbfinale Gießen gegen Steinbach Haiger

Die Logos von Gießen und Steinbach Haiger
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Hessenliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger 2019, hessischer Amateurmeister 1963, dreimaliger Hessenpokal-Sieger: Das sind – knapp zusammengefasst – die größten Erfolge des FC Gießen beziehungsweise des VfB 1900, einem der beiden Vorgängervereine. Der Heißhunger auf weitere Titel? Ist riesig bei den Fans aus der mittelhessischen Kleinstadt, viele von ihnen sehnen sich seit Jahrzehnten auf die große, bundesweite Fußball-Bühne. Genau die hat der FCG nun unmittelbar vor sich.

Zwei Siege noch, dann steht Gießen in der ersten Runde des DFB-Pokals der kommenden Saison. Dort, das steht seit der Auslosung Ende Juli fest, würde mit dem SV Sandhausen immerhin ein etablierter Zweitligist warten. Der Weg dahin führt den Regionalligisten über den Hessenpokal: Der FSV Frankfurt ist für das Finale im eigenen Stadion am 22. August (16.45 Uhr) bereits qualifiziert, um den zweiten Endspiel-Platz duellieren sich Gießen und Ligakonkurrent TSV Steinbach Haiger am kommenden Samstag.

So rüstet sich der FC Gießen für das Halbfinale gegen Steinbach Haiger:

Hygienekonzept für 1.000 Fans

Wenn die Partie am Samstag um 14 Uhr angepfiffen wird, sollen nach den Vorstellungen der Verantwortlichen 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz sowie coronabedingt ausreichend Sicherheitsabstand im altehrwürdigen Gießener Waldstadion finden. Das Gute aus Sicht der Organisatoren: Die Behörden haben bereits grünes Licht gegeben, die Ausnahmegenehmigung liegt seit vergangener Woche vor. Der FCG kann seinen Fußball-Festtag, der für den Hessischen Fußball-Verband (HFV) gleichzeitig das offizielle Ende der Corona-Unterbrechung sein wird, planen.

160 der maximal 1.000 Besucher dürfen auf die Sitzplatztribüne, die restlichen 840 erhalten ein Stehplatzticket. Das bestätigte das Ordnungsamt der Stadt der Gießener Allgemeinen. Zum Hygienekonzept gehören gängige Maßnahmen wie eine Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände, ein Mindestabstand von 1,50 Meter – und auch ein personalisierter Ticketverkauf, der im Vorfeld stattfindet. Eine Tageskasse wird es nicht geben.

Erste Testspiel-Erfolge

Um ihr Hygienekonzept bestmöglich testen zu können, haben die Gießener im Vorfeld des Halbfinals zwei Freundschaftsspiele durchgeführt – vor jeweils rund 130 Zuschauern. Fazit: Die Umsetzung der Regeln und Gebote, inklusive großflächiger Desinfektionen und Abstandsmarkierungen auf den Stehplätzen, hat funktioniert. Das erste Pflichtspiel vor bis zu 1.000 Fans dürfte aber auch für den FCG eine neue Herausforderung werden.

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hessenschau vom 01.08.2020
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Sportlich betrachtet verliefen die Testspiele aus Gießener Sicht ebenfalls erfolgreich. Gleich im ersten Kick nach der langen Pause gab es gegen den Bayern-Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg ein 3:1. Eine Woche später, bei der Pokal-Generalprobe am vergangenen Samstag, folgte ein 1:0 gegen den Hessenligisten Fulda-Lehnerz. Rein ergebnistechnisch sind die Mittelhessen bereit fürs Duell mit dem Viertliga-Topteam Steinbach Haiger.

Livestream auf hessenschau.de

Zu jedem Hygienekonzept eines Fußballspiels gehört in diesen Zeit auch die Berücksichtigung von Presse- und Medienvertretern – vor allem, wenn man wie der Hessische Rundfunk eine Liveübertragung plant. Im Livestream auf hessenschau.de werden wir die Pokal-Partie zwischen FCG und TSV in voller Länge übertragen. Selbstverständlich mit Verlängerung und Elfmeterschießen, sollte es nach 90 oder 120 Minuten keine Entscheidung geben. Wer dem FSV Frankfurt ins Endspiel folgt, sehen Sie ab 14 Uhr. Die Höhepunkte gibt es zudem ab 17.30 Uhr in der Sendung heimspiel! im hr-fernsehen.

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hesa Still
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Personelle Veränderungen im Kader

Geht man davon aus, dass Transfers und vor allem Neuzugänge tatsächlich für den sprichwörtlichen frischen Wind in einer Mannschaft sorgen, so wehte in den vergangenen Wochen mehr als nur ein laues Lüftchen durch das Waldstadion. Mit Jake Hirst hat zwar ein klangvoller Name des hessischen Amateurfußballs den Verein in Richtung FSV Frankfurt verlassen, dafür ist mit Nikola Trkulja ein Regionalliga-Routinier an die Lahn gewechselt.

Der 29-Jährige bringt die Erfahrung von mehr als 200 Viertliga-Spielen mit – die meisten davon für den TSV Steinbach Haiger. Es wird also ein Wiedersehen alter Bekannter geben. Darüber hinaus haben sich die Gießener die Dienste des ehemaligen Drittliga-Profis und früheren afghanischen Nationalspielers Milad Salem sowie der Nachwuchskräfte Gabriel Weiß und Kamil Tyminski gesichert. Der FC Gießen wappnet sich – für den Regionalliga-Start Anfang September, und vorher für den Traum vom Einzug in den DFB-Pokal.