Christian Hock und Rüdiger Rehm vom SV Wehen Wiesbaden
Bei Christian Hock (li.) und Rüdiger Rehm geht der Blick nach vorne. Bild © Imago Images

Trainer Rüdiger Rehm und der SV Wehen Wiesbaden haben eines gemeinsam: Beide waren schon einmal in der 2. Bundesliga. Und für beide lief es nicht wirklich. Das soll sich beim zweiten Anlauf nun ändern.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rüdiger Rehm: "Ich brenne auf die Chance"

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Der 21. Oktober 2016 war für Rüdiger Rehm eine Zäsur. Und das in mehrfachem Sinn. Zum ersten Mal als Trainer entlassen, zum ersten Mal ohne Job, zum – vorläufig – letzten Mal auf der Trainerbank eines Zweitligisten. Gefeuert. Nach nur zehn Spielen. Die Zeit bei Arminia Bielefeld war damals, 2016, eine mehr als glücklose für den heutigen Trainer des SV Wehen Wiesbaden. Das Gute aus Rehms Sicht: Es ging schnell wieder bergauf. Und auch das in mehrfachem Sinn. Denn ab dieser Saison hat der 40-Jährige seine zweite Chance in der 2. Bundesliga.

Dass es dazu kam, hat viel mit ihm selbst zu tun. Nur wenige Monate nach dem Ende in Bielefeld rief der SVWW an – in akuter Not in der dritten Liga. Rehm führte die Hessen erst raus dem Abstiegskampf, formte sie dann zu einem Spitzenteam der Liga und stieg in der vergangenen Spielzeit schlussendlich auf. Eine Erfolgsgeschichte.

Rehm: "Situation in Bielefeld eine andere"

"Ich bin froh, wieder zurück zu sein in der 2. Bundesliga", sagt Rehm nun im Gespräch mit dem hr-sport: "Ich brenne auf die Chance. Aber nicht in dem Sinn, weil ich etwas wieder gut machen will. Es hat in Bielefeld einfach nicht gepasst." Der ehemalige Zweitliga-Profi hat gelernt aus dem Intermezzo auf der Alm, das ist offensichtlich. "Man kann vieles aus negativen Erlebnissen herausziehen. Das habe ich zusammen mit meinem Co-Trainer auch gemacht."

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Der 40-Jährige betont aber auch, dass beide Stationen schwer zu vergleichen sind. "Die Situation in Bielefeld war eine andere. Da sind wir sehr kurzfristig hin gewechselt. Die Zeit war sehr knapp." So schnell wie Rehm in Bielefeld war, war er auch schon wieder weg. Das war beim SVWW anders – und die Hessen profitierten davon.

Auch für den SVWW ist es eine Rückkehr

So erlebt der Verein genau wie Rehm ein Comeback im Fußball-Unterhaus. Von 2007 bis 2009 kickten die Hessen schon einmal in der 2. Bundesliga. Nun also die Rückkehr. "Wir hoffen natürlich, dass wir uns in der zweiten Liga etablieren können", sagt Christian Hock, der das erste Zweitliga-Abenteuer des Vereins damals als Trainer miterlebte. Der Sportdirektor und Ex-Trainer kann daher auch gut nachvollziehen, was für Rehm auf dem Spiel steht: "Für Rüdiger ist es die Chance, die verpatzte Station in Bielefeld auszumerzen."

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Eines fehlt dem SVWW-Trainer übrigens bis heute: ein Sieg als Trainer in der 2. Bundesliga. Beim Kurz-Aufenthalt in Bielefeld gab es fünf Remis und fünf Niederlagen. Ein Erfolgserlebnis war Rehm auf der Alm nicht vergönnt. Ein Makel, der schnell geändert werden kann. Bald steigt ja endlich die zweite Chance zweite Liga für den Trainer und sein Team.

Sendung: hr1-heimspiel, 06.07.2019, 15 Uhr