Der Sportplatz in Großkrotzenburg

Der FC Germania Großkrotzenburg gewinnt in der Verbandsliga Süd gegen den Tabellenletzten. So weit nichts Ungewöhnliches. Dennoch wird diese denkwürdige Partie kein Beteiligter vergessen. Denn es ist die Geschichte eines unglaublichen Comebacks.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Großkrotzenburg-Trainer Tsifnas: "Der absolute Wahnsinn"

Christos Tsifnas, Trainer des FC Germania Großkrotzenburg.
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Es gibt so Tage im Fußball, da klappt gar nichts. Und es gibt Tage im Fußball, da gelingt einem alles. Der FC Germania Großkrotzenburg hatte am Sonntag diese zwei Extreme - und das in nur einem Fußballspiel. Das Ergebnis dieser denkwürdigen Partie sprach nach dem Abpfiff Bände: 7:5. Und das nach einem 0:5-Rückstand nach einer knappen Stunde. "Der absolute Wahnsinn", beschreibt es Germania-Trainer Christos Tsifnas im Gespräch mit dem hr-sport treffend.

Der Reihe nach: Sonntag, 15 Uhr, Verbandsliga Süd. Der heimische FC Germania Großkrotzenburg empfängt den Tabellenletzten SV der Bosnier. Und zunächst geht aus Heimsicht absolut gar nichts. Die erste Halbzeit wird komplett in den Sand gesetzt. Schnell führt der Außenseiter mit 3:0. So geht es auch in die Pause. Wer aus Heimsicht danach dachte, nun würde es besser werden, wird schnell eines Besseren belehrt. Noch vor der 60. Minute steht es sogar 0:5. Die Zeichen stehen aus Germania-Sicht auf Debakel.

Ab dem 3:5 kommt der Glaube zurück

Dann aber fällt direkt das 1:5. "Der Ehrentreffer", wie Tsifnas denkt. Ein bisschen Schadensbegrenzung. Nur zwei Minuten später folgt jedoch schon das 2:5. Erste Anfeuerungs-Rufe kommen von der Tribüne, auf einmal lebt ein Fünkchen Hoffnung. Der Glaube kommt spätestens mit dem dritten Treffer zurück. "Ab dem 3:5 war klar, dass die Mannschaft bis zum Schluss alles geben wird, um das Spiel mindestens auszugleichen, wenn nicht gar zu drehen", so Tsifnas.

Denn: "Von Minute zu Minute hat man gemerkt, dass die Mannschaft immer mehr an sich glaubt." Und dann passiert tatsächlich, was keiner für möglich gehalten hätte: Grokrotzenburg trifft noch zum 4:5, 5:5, 6:5 und sogar 7:5. Sieben Treffer in einer guten halben Stunde, ein 0:5 aufgeholt: Beim FC Germania brechen nach dem Abpfiff alle Dämme. Siegestanz inklusive.

"Es hat wirklich lange gedauert"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Großkrotzenburg-Trainer Tsifnas: "Spieler konnten es nicht wahrnehmen"

Christos Tsifnas, Trainer des FC Germania Großkrotzenburg.
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Aber: "Meine Spieler konnten es am Anfang gar nicht wahrnehmen, was in dieser halben Stunde abgelaufen ist. Es hat wirklich lange gedauert. Erst am späten Abend wurde uns klar, was wir da vollbracht haben. Dann kam auch erst die richtige Freude", berichtet Tsifnas. Jeder, der dabei war, wird diesen Nachmittag wohl sein Leben lang nicht vergessen. Einfach: der absolute Wahnsinn.