Der SV Wehen Wiesbaden bejubelt einen Treffer von Manuel Schäffler - mal wieder.

Am Sonntag bekommt es der SV Wehen Wiesbaden im Hessenderby mit Darmstadt 98 zu tun. Hier sind fünf Gründe, warum das Team aus der Landeshauptstadt als Sieger vom Platz gehen wird.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SV Wehen Wiesbaden trifft auf Darmstadt 98

Daniel-Kofi Kyereh im Duell mit Tobias Kempe bei einem Testspiel im Januar 2019
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Derbyzeit in der zweiten Fußball-Bundesliga: Am Sonntag kommt es erstmals in dieser Saison zum Schlagabtausch zwischen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden und dem SV Darmstadt 98. Anpfiff in der Wiesbadener Arena ist um 13.30 Uhr. Fünf Gründe, warum Darmstadt 98 das Derby gewinnen wird, finden Sie hier.

1. Weil der SVWW Manuel Schäffler hat

Wenn von Stürmer Manuel Schäffler die Rede ist, wird er aktuell meistens als "Lebensversicherung" des SV Wehen Wiesbaden tituliert - zu Recht. Während sein Team Vorletzter in der Tabelle ist, liegt der 30-Jährige mit seinen elf Treffern in der Torschützenliste auf Rang zwei, nur Bielefelds Fabian Klos (12) ist besser. Über die Hälfte aller SVWW-Saisontore (19) hat Schäffler also selbst erzielt.

Glück für den SVWW: Schäffler steht aktuell bei vier gelben Karten, hat eine Gelbsperre für das Derby allerdings abwenden können. Die Wiesbadener können also auch gegen Darmstadt auf ihren treffsicheren Routinier bauen.

Im Gegensatz dazu fehlt den Lilien ein Knipser wie Schäffler. Serdar Dursun, dem diese Rolle zugedacht war, konnte bislang noch nicht überzeugen und hat fünf Saisontreffer auf dem Konto - sechs weniger als sein Gegenüber.

2. Weil Stefan Aigner wieder spielberechtigt ist

Drei Spiele musste der SVWW nach dem Platzverweis gegen den HSV auf Flügelflitzer Stefan Aigner verzichten. Jetzt ist der 32-Jährige wieder spielberechtigt. Davon dürfte vor allem Schäffler profitieren, denn während es Aigner noch an eigener Torgefahr mangelt, hat er in seinen acht Einsätzen schon vier Mal für die Kollegen aufgelegt.

Da auch Aigners Vertreter Daniel-Kofi Kyereh zuletzt eine gute Figur machte und in Nürnberg sogar sehenswert traf, hat Trainer Rüdiger Rehm auf der rechten Angriffsseite die Qual der Wahl. Wenn er die Startelf nicht komplett umbaut und einen der beiden auf einer ungewohnteren Position einsetzt, hat er auf jeden Fall einen starken Joker auf der Bank.

3. Weil die Tendenz für den SVWW spricht

Das im Fußball so häufig zitierte Momentum ist auf Seiten der Landeshauptstädter: Während der SVWW am vergangenen Spieltag überraschend in Nürnberg gewinnen konnte (2:0), zog Darmstadt 98 gegen Tabellenführer Bielefeld den Kürzeren (1:3).

Und da wäre noch das Gesetz der Serie: Wehen Wiesbaden hat seine Siege gegen Osnabrück und in Stuttgart direkt hintereinander gefeiert - nach dem Dreier in Nürnberg sollte also ein weiterer folgen. Wenn bei Darmstadt dagegen eine gute Serie von einer Niederlage unterbrochen wurde, brauchte das Team von Dimitrios Grammozis immer mehrere Partien, um auf die Siegerstraße zurückzufinden.

4. Weil sich der Heimvorteil auszahlen wird

Um die 8.000 Fans passen derzeit in die Wiesbadener Arena, die sich im Umbau befindet. Die Ränge werden am Sonntag voll sein, trotz eines ausverkauften Gästeblocks werden die SVWW-Fans natürlich in der Überzahl sein und auf einen Sieg im Hessenderby hoffen.

Hinzu kommt, dass sich das Rehm-Team mit Ausnahme des Spiels gegen Kiel (3:6) in Heimspielen zuletzt achtbar geschlagen hat, beispielsweise beim 1:1, das die Mannschaft in Unterzahl gegen den großen HSV erkämpfte. Der einzige Heimsieg der Saison gegen Osnabrück liegt allerdings schon ein bisschen zurück, der nächste Heimdreier soll endlich folgen. Mit Darmstadt kommt ein Team nach Wiesbaden, das vor dem Überraschungssieg in Hannover noch als eines der auswärtsschwächsten in der Liga galt.

5. Weil die Statistik auch mal lügt

Von 26 Spielen gewannen die Lilien zehn, siebenmal kam der Sieger aus Wiesbaden. Von den sechs letzten Aufeinandertreffen mit dem SVWW haben die Lilien nur eines verloren (2012). Soweit zu den statistischen Fakten der vergangenen Jahre. Von der Statistik wird sich Darmstadt allerdings nichts kaufen können, wenn am Sonntag um 13.30 Uhr in Wiesbaden der Anpfiff ertönt.

Und für den SVWW ist es eine weitere Motivation, diese Statistik mit einem Sieg endlich aufzubessern und erstmals seit 2007 und damit auch zum ersten Mal in der Ende 2007 eingeweihten Arena über Darmstadt zu triumphieren.