Jakov Medic und Sascha Mockenhaupt verteidigen gegen den Heidenheimer Niklas Dorsch mit vereinten Kräften.

23 Gegentore hat der SV Wehen Wiesbaden in den ersten sieben Spielen kassiert – in den vergangenen drei Partien nur noch eins. Trainer Rüdiger Rehm macht die neu gewonnene Defensivstärke nicht nur an einer Systemumstellung fest.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schäffler: "Wir können mit dem 0:0 zufrieden sein"

Imago Schäffler
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23 Gegentore in sieben Spielen: Mit dieser Horror-Bilanz ist Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden in die neue Zweitliga-Saison gestartet. In den vergangenen drei Spielen kam jedoch nur noch ein weiteres hinzu. "Ich bin sehr zufrieden, dass die Schießbude erst mal geschlossen ist. Und wir hoffen natürlich, dass sie auch nicht mehr aufgemacht wird", sagte Trainer Rüdiger Rehm nach dem 0:0 gegen den 1. FC Heidenheim.

"Wir sind da genau auf dem richtigen Weg"

Die wichtigste Änderung hatte Rehm bereits vor dem Spiel in Fürth Mitte September vorgenommen: Er stellte in der Verteidigung von Vierer- auf Fünferkette um. "Das ist natürlich etwas, an dem man sich festhalten kann, dass man hinten einfach noch mal eine Absicherung hat." Mit Ausnahme des desolaten 2:5 gegen Bielefeld funktioniert das neue System seitdem.

Den defensiven Aufschwung erklärt sich Rehm aber vor allem durch die neue Zweikampfhärte seiner Spieler. "Wir haben an Aggressivität gewonnen – und natürlich auch ein bisschen mehr Selbstvertrauen nach den Siegen", sagte er. "Wenn ich sehe, wie Mockenhaupt, Dams und Medic in die Duelle gehen, wie die sich in alles reinschmeißen, dann sind wir da genau auf dem richtigen Weg", lobte der Coach seine drei zentralen Verteidiger. Gegen Heidenheim war es besonders Sascha Mockenhaupt, der resolut verteidigte und auch der beste Zweikämpfer (67 Prozent gewonnene Duelle) des SVWW war.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lindner: "Es wäre mehr möglich gewesen"

Heinz Lindner in seinem ersten Spiel für den SV Wehen Wiesbaden
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Mit der Stabilität kommen die Punkte

"Wir waren da, wir haben die Kopfballduelle angenommen und uns überall reingeschmissen", fand auch Stürmer Manuel Schäffler, der gegen Heidenheim leer ausging, die Torjägerliste der zweiten Liga mit acht Treffern aber noch immer anführt. Wie überhaupt die Offensive selbst beim schwachen Saisonstart keineswegs das Problem war, wie 13 geschossene Tore in den ersten zehn Spielen beweisen.

Seit es hinten nicht mehr so häufig klingelt, kommen auch die Punkte: Sieben waren es aus den besagten drei vergangenen Partien. Der SV Wehen Wiesbaden ist zwar immer noch Tabellenletzter, aber nicht weit weg vom rettenden Ufer. Seit dem Heimspiel gegen Heidenheim hat auch der neue Keeper Heinz Lindner sein erstes Zu-Null-Spiel auf dem Konto. "Aus dieser Stabilität müssen wir weiter unsere Punkte holen", forderte Rehm. Die nächste Chance darauf gibt es am kommenden Montag in Sandhausen (20.30 Uhr).