Im Hinspiel hatte der SVWW in Karlsruhe Grund zur Freude.
Im Hinspiel hatte der SVWW in Karlsruhe Grund zur Freude. Bild © picture-alliance/dpa

Für den SV Wehen Wiesbaden stehen vorentscheidende Spiele um den Aufstieg an, außerdem geht es um den Hessenpokal. Die Landeshauptstädter sind aus der letzten Saison vorgewarnt, Mut macht dagegen die Hinrunde.

Ein Spiel um Platz drei und ein Spiel um Platz zwei - so könnte man die kommenden beiden Drittliga-Partien des SV Wehen Wiesbaden beschreiben. Erst müssen die Wiesbadener nach Halle, dann kommt der KSC. Und zwischendrin steht auch noch das Hessenpokal-Halbfinale in Dreieich an.

Es gibt viel zu gewinnen: Mit Halle ist man aktuell punktgleich, dank des besseren Torverhältnisses hat der SVWW die Nase vorn. Die drei Zähler im direkten Vergleich am Samstag (14 Uhr) sind umso wichtiger, auch wenn Trainer Rüdiger Rehm relativiert: "Das Spiel ist eines von neun, daher nicht das entscheidende. Aber es ist ein wichtiges Spiel. Wir werden alles versuchen, oben dabei zu bleiben."

Unter der Woche nach Dreieich

Nur eine Woche später steht das nächste Topspiel an: Der Tabellenzweite Karslruher SC kommt sonntags (14 Uhr) in die Wiesbadener Arena. Der Rückstand des SVWW beträgt fünf Punkte, mit einem Sieg würde man auch im Kampf um die direkten Aufstiegsplätze wieder voll mitmischen. "Wir sind in einer sehr guten Ausgangsposition. Ich glaube, dass wir noch eine Schippe drauflegen können", sagt Rehm zuversichtlich.

Zwischen den beiden vorentscheidenden Drittliga-Spielen haben die Wiesbadener aber auch noch einen anderen, ebenfalls nicht unwichtigen Termin: Am Mittwoch, 27. März, geht es um 19 Uhr bei Hessen Dreieich um den Einzug ins Finale des Hessenpokals - ein Titel, den der SVWW zuletzt 2017 gewann und gerne wieder in die Landeshauptstadt holen würde.

Starke Auftritte in der Hinrunde

Doch die Wiesbadener sind vor ihren drei bislang wichtigsten Saisonspielen gewarnt: Vor ziemlich genau einem Jahr stand das Team ähnlich gut da. Mehrere Niederlagen am Stück sowie das Aus im Hessenpokal-Halbfinale in Steinbach folgten, am Ende stand in der Liga nur der undankbare, aber immerhin für die DFB-Pokal-Teilnahme berechtigende Platz vier. "Voriges Jahr waren wir der Gejagte und haben am Ende ins Gras gebissen. Dieses Jahr wollen wir aus den Erfahrungen lernen, weiter Gas geben und uns auf das Wesentliche konzentrieren", sagt Rehm.

Mut machen dürfte vor allem die Hinrunde: Im Oktober gewann man beide Spiele gegen die nun direkten Konkurrenten. Gegen Halle stand es am Ende 2:0, in Karlsruhe rief man die wohl beste Saisonleistung ab und siegte furios mit 5:2.

Übrigens: Auch damals stand zwischen den beiden wichtigen Partien - allerdings an einem Wochenede ohne Liga-Spiel - ein Hessenpokal-Kick an, den der SVWW souverän mit 5:0 gegen Hessen Kassel gewann. Wenn das mal kein gutes Omen für die bevorstehenden drei Spiele ist.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 23.3.2019, 17.15 Uhr