SVWW-Trainer Rüdiger Rehm ballt die Fäuste nach einem Treffer seiner Mannschaft.
Rüdiger Rehm ist der Vater des Wiesbadener Erfolgs. Bild © Imago Images

Mit dem Sieg in Halle hat der SV Wehen Wiesbaden das nächste Ausrufungszeichen im Aufstiegskampf der 3. Liga gesetzt. Der Blick auf die Tabelle ist Trainer Rüdiger Rehm noch egal. Das könnte sich nach dem kommenden Wochenende ändern.

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Der SV Wehen Wiesbaden marschiert, so scheint es, unaufhaltsam in Richtung 2. Bundesliga. Während die Hessen in der Hinrunde noch einige Punkte haben liegenlassen, präsentiert sich die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm im Pflichtspieljahr 2019 unglaublich stabil. Selbst beim direkten Konkurrenten um die Aufstiegsränge, beim Halleschen FC, ließ die beste Rückrundenmannschaft der 3. Liga kaum etwas anbrennen und siegte letztlich souverän mit 4:1.

"Wir waren in der Anfangsphase unheimlich präsent. Da haben wir den Hallensern ein bisschen den Zahn gezogen", analysierte der Coach nach dem Spiel am hr-Sport-Mikrofon. Von einer ersten Vorentscheidung im Aufstiegskampf wollte der 40-Jährige allerdings nichts wissen.

"Die Mannschaft hat Euphorie verdient"

"Für Prognosen bin ich nicht zuständig. Ich bin für die Realität da, bin derjenige, der immer schaut, dass wir konzentriert und fokussiert bleiben." Das sei nun mal sein Job als Trainer. Alle anderen, die es mit dem SVWW halten, dürften aber ruhig ein wenig träumen. "Die Mannschaft hat die Unterstützung und die Euphorie der Fans, der Stadt Wiesbaden und Taunusstein verdient."

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Halbfinale im Hessenpokal

Der SV Wehen Wiesbaden muss nicht nur in der 3. Liga bestehen, die Landeshauptstädter müssen am Mittwoch (19 Uhr) auch im Hessenpokal ran. Im Halbfinale ist die Rehm-Elf bei Regionalligist Dreieich gefordert.

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Mit 52 Punkten haben die Hessen Rang drei nicht nur verteidigt, sondern auch den viertplatzierten HFC auf drei Punkte distanziert. Weil der Karlsruher SC gegen Hansa Rostock nicht über ein 1:1 hinauskam, ist zudem der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz auf drei Zähler zusammengeschmolzen. "Wir waren schon mal fünf Punkte hinten, wir waren schon mal elf Punkte hinten. Es geht so schnell", winkte Rehm, angesprochen auf die Veränderungen im Tableau, schnell ab. Die Tabelle sei immer relativ.

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Zum ersten Mal auf einem direkten Aufstiegsplatz?

Acht Spiele muss der SVWW noch bestreiten. Spätestens dann ist klar, ob die gute Arbeit von Rehm und Co. nach zweieinhalb Jahren mit dem Aufstieg belohnt wird. Einen nächsten Schritt in diese Richtung können die Hessen bereits am kommenden Sonntag (14 Uhr) machen. Dann gastiert der KSC in der Wiesbadener Arena.

"Da wollen wir nochmal eine Schippe drauflegen", fordert der Coach. Gewinnt die Rehm-Elf auch dieses Spiel, steht sie erstmals in dieser Saison auf einem direkten Aufstiegsplatz. Einen zufriedenen Blick auf die Tabelle dürfte sich dann auch Realist Rehm nicht verkneifen.