Frust beim SV Wehen Wiesbaden

Der SV Wehen Wiesbaden verpasst die Pokal-Überraschung gegen Zweitligist Jahn Regensburg knapp, Trainer Rüdiger Rehm findet nach Abpfiff dennoch positive Aspekte. Finanziell schmerzt das Ausscheiden sehr.

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Die Weihnachtsstimmung beim SV Wehen Wiesbaden schwankte nach dem bitteren Pokal-K.o. im Elfmeter-Drama gegen Zweitligist Jahn Regensburg zwischen Frust und Zufriedenheit. "Wir sind brutal enttäuscht, dass wir nicht weitergekommen sind. Aber auch stolz darauf, wie wir hier aufgetreten sind", sagte Trainer Rüdiger Rehm nach dem mit 2:4 verlorenen Nervenduell vom Punkt.

Tietz und Prokop versagen die Nerven

Zuvor hatte der hessische Fußball-Drittligist dem Favoriten am Mittwochabend in 120 torlosen Minuten Paroli geboten. "Wir haben gut dagegengehalten und meine Mannschaft hat alles abgerufen", lobte Rehm. "Wir hatten seit September 19 Pflichtspiele. Die Partien mit einem kleinen Kader durchzustehen, ist unglaublich kräftezehrend."

Im Elfmeterschießen konnten dann Phillip Tietz und Dominik Prokop nicht verwandeln. Dadurch verpasste Wehen den dritten Einzug in ein Pokal-Achtelfinale nach 1988/89 und 2008/09 und die damit verbundene Prämie von mehr als 700.000 Euro.

SVWW mit XS-Winterpause

"Wir sind traurig über das Ergebnis, können aber stolz auf unsere Leistung sein. Wir wollten uns mit Regensburg auf Augenhöhe präsentieren. Das ist uns gelungen", resümierte Abwehrspieler Sascha Mockenhaupt und fügte mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf hinzu: "Mit etwas Abstand werden wir analysieren, dass wie vieles gut gemacht haben, in den entscheidenden Momenten aber einfach liefern müssen."

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt nicht. Am Neujahrstag bittet Rehm seine Spieler wieder zum Training, zwei Tage später steht ein Test beim MSV Duisburg an und am 9. Januar geht für den Tabellensechsten der 3. Liga mit dem Heimspiel gegen den Halleschen FC der Aufstiegskampf weiter.