Markus Kolke
SVWW-Keeper Markus Kolke lässt den Schuss zur Hamburger Führung passieren. Bild © Imago Images

Aus der Traum! Der SV Wehen Wiesbaden scheitert in der zweiten Pokalrunde am Hamburger SV. Pierre-Michel Lasogga avanciert zum Matchwinner. Für unschöne Szenen sorgen zündelnde HSV-Fans.

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Der Traum des SV Wehen Wiesbaden vom Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals ist geplatzt. Die Elf von Trainer Rüdiger Rehm musste sich am Dienstagabend im Zweitrunden-Duell dem klassenhöheren Zweitligisten Hamburger SV klar mit 0:3 geschlagen geben. Pierre-Michel Lasogga schoss den Ex-Bundesligisten praktisch im Alleingang in die Runde der letzten 16. Der Stürmer erzielte die ersten beiden Treffer (21. Minute, 51.) für den HSV, dessen Anhang mit massiven Pyro-Zündeleien beinahe für einen Spielabbruch gesorgt hatte. Den Schlusspunkt setzte Douglas Santos (90.+7).

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"Das 3:0 war sicherlich zu hoch", sagte SVWW-Trainer Rüdiger Rehm nach dem Spiel dem hr-sport. Seine Mannschaft habe gut mitgehalten und sich "zig Chancen" erarbeitet. "Es spricht alles für uns, aber das reicht halt nicht. Das Quäntchen Glück war heute auf Seiten der Hamburger."

Kolke patzt, SVWW im Pech

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Die 11.137 Zuschauer in der ausverkauften Wiesbadener Arena sahen vom Anpfiff weg überlegene Hanseaten. Im zweiten Auftritt unter ihrem neuen Coach Hannes Wolf übernahmen die Gäste sofort das Kommando und gingen nach gut 20 Minuten verdient in Führung. Allerdings profitierten sie dabei zunächst von einem Ballverlust der Platzherren in der Abwehr und dann von einem dicken Patzer von Keeper Markus Kolke, der den haltbaren Schuss von Lasogga aus spitzem Winkel passieren ließ.

Danach hatte der HSV das Geschehen weiter fest im Griff. Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte waren die bis dahin harmlosen Hausherren plötzlich da. Erst brachte Manuel Schäffler (38.) am langen Pfosten stehend die Kugel nach einem Drehschuss von Marcel Tisch-Rivero nicht im Kasten unter. Kurz darauf scheiterte dann Tisch-Rivero selbst an HSV-Keeper Julian Pollersbeck, anschließend köpfte Sascha Mockenhaupt (42.) drüber.

Bengalos brennen beim Pokalspiel in Wiesbaden
HSV-Fans brennen im Block massiv Bengalos ab. Bild © Imago Images

Referee droht mit Abbruch

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Waren die Gastgeber kurz vor der Pause dicht am Ausgleich dran, mussten sie sechs Minuten nach Wiederbeginn den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach einer Kopfballvorlage von Jann-Fiete Arp drosch Lasogga das Leder zum 2:0 unter die Latte. Dann ging auf dem Platz erst mal gar nichts mehr, weil Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (Freiburg) nach wiederholtem Abrennen von Bengalos im HSV-Block die Partie in die Kabine ging. Jöllenbeck drohte mit dem Abbruch der Partie, die aber nach beschwichtigenden Worten der Hamburger Profis in Richtung eigenem Anhang nach einigen Minuten fortgesetzt worden konnte.

Trotz des klaren Rückstandes steckten die Hessen nicht auf und drängten auf den Anschlusstreffer. Aber selbst aus wenigen Metern brachte die glücklose Rehm-Elf das Leder nicht im Hamburger Tor unter. So spitzelte Daniel Kofi-Kyereh den Ball in der 64. Minute an die Latte. Auch in den letzten knapp 30 Minuten versuchte der Drittligist alles, hatte aber an diesem Abend einfach kein Glück im Abschluss. In der achtminütigen Nachspielzeit scheiterten die Hessen bezeichnenderweise am Pfosten. Auf der anderen Seite erzielte Douglas Santos kurz vor dem Abpfiff noch den dritten HSV-Treffer.

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SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV 0:3 (0:1)

Wiesbaden: Kolke - Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Mintzel (77. Dittgen) - Mrowca (77. Schmidt), Titsch Rivero - Andrist (83. Schönfeld), Schwadorf - Schäffler, Kyereh                                

Hamburg: Pollersbeck - Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Mangala - Narey (90. Ito), Hunt, Holtby (86. Janjicic) - Lasogga, Arp (67. Jatta)

Tore: 0:1 Lasogga (21.), 0:2 Lasogga (51.), 0:3 Douglas Santos (90.+7)
Gelbe Karten: Dams, Andrist - Mangala, Lasogga
                                      
Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg) 
Zuschauer: 11.137 (ausverkauft)       

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Sendung: hr-iNFO, 30.10.2018, 23 Uhr