SVWW-Jubel nach der ersten Pokalrunde 2018/2019
SVWW-Jubel nach der ersten Pokalrunde 2018/2019 Bild © Imago Images

Der SV Wehen Wiesbaden hat in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen im DFB-Pokal gesammelt. Dieses Mal ist die Aufgabe gegen den FC Köln allerdings schwerer. Zudem droht der Ausfall des besten Stürmers.

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Hock im Interview

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zum Video SVWW-Sportdirektor Hock: kein Hurra-Fußball im Pokal gegen Köln

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Der SV Wehen Wiesbaden und die erste Pokalrunde - das hat in den vergangenen beiden Jahren hervorragend geklappt. Am Sonntag soll ab 18.30 Uhr in der heimischen Arena der dritte Streich folgen. Gegner ist Erstligist 1. FC Köln. 2017 und 2018 waren es auch jeweils klassenhöhere Teams: die Zweitligisten Erzgebirge Aue und der FC St. Pauli zogen in Wiesbaden, damals noch Drittligist, den Kürzeren.

"Ich glaube, dass der Unterschied zwischen zweiter Liga und Bundesliga schon ein größerer ist", warnt SVWW-Sportdirektor Christian Hock, gibt sich aber auch gleich kämpferisch: "Wir wollen dem Bundesligisten natürlich Paroli bieten und das Spiel auch gewinnen." Dafür sei allerdings ein "Sahnetag" nötig.

Das Positive aus Aue mitnehmen

Rüdiger Rehm, der schon bei den Erfolgen der vergangenen beiden Jahre auf der Trainerbank saß, freut sich auf die große Aufgabe. "Es steht uns ein absolutes Highlights bevor", sagt er. "Die Kölner bringen viel individuelle Qualität mit."

So könnte der SVWW gegen Köln spielen:

SVWW mögliche Aufstellung Köln
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Christian Hock SV Wehen Wiesbaden still

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hock: "Wir wollen das Spiel gegen Köln gewinnen"

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Selbst aus dem eigentlich verkorksten Saisonstart mit null Punkten aus den ersten beiden Spielen zieht Rehm für das Spiel gegen Köln das Positive: "Wenn wir die zweite Halbzeit von Aue auf den Platz bringen, dann haben wir auch Chancen, am Sonntag weiterzukommen." Zudem hofft der Coach, dass seine Spieler auch aus dem mit rund 8.000 Fans - unter denen allerdings viele Kölner sein dürften - ausverkauften Stadion Kraft schöpfen können.

Schäffler-Einsatz fraglich

Wie die SVWW-Anhänger macht sich auch Kapitän Sebastian Mrowca Hoffnungen auf eine neuerliche Überraschung. "Wenn wir jede Fläche beackern und kämpfen, dann können wir auch erfolgreich sein", sagt der Kapitän, gibt aber zu: "Natürlich sind wir der Außenseiter."

Verzichten muss der SV Wehen Wiesbaden dabei aber womöglich auf seinen besten Torjäger der vergangenen Jahre. Manuel Schäffler laboriert an einer Knöchelverletzung, "da müssen wir abwarten", so Rehm.

Köln will das Spiel "100 Prozent" ernst nehmen

Beim Gegner ist der Respekt jedenfalls groß. Achim Beierlorzer, der sein erstes Pflichtspiel als Trainer mit den Kölnern bestreiten wird, erwartet einen "physisch starken Gegner". "Sie werden uns einiges abverlangen", sagt er mit Blick auf den SVWW. Und ergänzt: "Wir nehmen das Spiel 100 Prozent ernst." Das werden die Kölner auch müssen, um nicht wie Aue und St. Pauli schon in Wiesbaden die Segel zu streichen.