Johannes Wurtz vom SV Wehen Wiesbaden

Beim SV Darmstadt 98 Bankdrücker, beim SV Wehen Wiesbaden Matchwinner und Leistungsträger: Der Wechsel von Offensivkraft Johannes Wurtz ist schon jetzt eine Win-Win-Situation.

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Manchmal bewirkt ein Tapetenwechsel eben Wunder. Nach zwei unglücklichen Jahren beim SV Darmstadt 98 packte Johannes Wurtz im Sommer seine Taschen und zog von Südhessen in die rund 45 Kilometer entfernte Landeshauptstadt nach Wiesbaden. SVWW statt Lilien, 3. Liga statt 2. Liga und vor allem: Stammplatz statt Reservistendasein.

Doppelpack in Köln

Im Team von Trainer Rüdiger Rehm ist Wurtz auf Anhieb zum Stammspieler und Leistungsträger avanciert, in den drei bislang absolvierten Pflichtspielen stand der 28-Jährige stets in der Anfangsformation und trieb das Offensivspiel an. Vorläufiger Höhepunkt: sein Doppelpack beim 2:0-Auswärtssieg am Samstag gegen Viktoria Köln.

"Das war ein sehr intensives Spiel. Es freut mich ungemein, dass wir gewonnen haben", kommentierte der Matchwinner seinen großen Tag erstaunlich zurückhaltend. Den Führungstreffer hatte Wurtz, der beim SV Wehen Wiesbaden etwas zurückgezogen als eine Art Spielmacher fungiert, im Stile eines Mittelstürmers erzielt. Annahme, Abschluss, Tor. Das 2:0 resultierte aus einer überlegten Direktabnahme aus rund elf Metern. Viel mehr kann man nicht verlangen.

In Darmstadt außen vor

Umso erstaunlicher erscheint diese Leistung bei einem Blick auf Wurtz' Zeit in Darmstadt. In seiner ersten Saison bei den Lilien brachte es der frühere U20-Nationalspieler auf 22 Liga-Einsätze, aber nur einen Treffer. Die Bilanz des zweiten Jahres: acht Spielminuten im Ligabetrieb, 32 Spielminuten in der ersten Pokalrunde beim FC Oberneuland. Im Sommer wurde Wurtz dann ein Wechsel ans Herz gelegt. "Wir haben ihm mitgeteilt, dass er bei uns keine Perspektive hat", sagte Darmstadts Sportlicher Leiter Carsten Wehlmann.

Harte Worte, letztlich aber die Wende zum Guten: Wenig später heuerte Wurtz nämlich in Wiesbaden an und erzielte in seinem ersten Testspiel direkt einen Treffer. Gegner damals: der SV Darmstadt 98.

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