Die Brita Arena des SV Wehen Wiesbaden
Auch im Wiesbadener Stadion wird es am Wochenende eine Pause geben. Bild © Imago

Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion wollen sich die Drittligisten gegen die zu scheitern drohende Regionalliga-Reform wehren. Am Wochenende sollen die Füße eine Minute lang stillstehen.

In der festgefahrenen Debatte um die Aufstiegsregelung zwischen Regionalliga und 3. Liga haben die 18 Clubs der dritthöchsten Klasse für den aktuellen Spieltag zu einer gemeinsamen Prostest-Aktion aufgerufen. Unter dem Motto "Stillstehen gegen den Stillstand" werden alle Teams in den zehn Partien von Freitag bis Sonntag nach dem Anpfiff für eine Minute die Füße stillhalten. "Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Drittliga-Clubs, darunter auch der SV Wehen Wiesbaden.

Streit um Zahl der Absteiger

Die Vereine fordern nach den gescheiterten Reformplänen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und einen Erhalt der Eingleisigkeit der 3. Liga. Derzeit läuft eine zweijährige Übergangsphase, in der vier Clubs aus den fünf Regionalligen aufsteigen. Das bedeutet auch, dass seit dieser Saison vier Clubs aus der 3. Liga absteigen. Dem hatten die Drittligisten eigentlich nur unter der Bedingung zugestimmt, dass danach um eine Regionalliga reduziert wird.

In der Debatte um die Regionalliga-Reform hat der Bayerische Verbands-Präsident Rainer Koch das Vorgehen der Drittligisten kritisiert. Nach Ansicht des BFV sind die Fußball-Clubs, die künftig nur noch drei Absteiger aus ihrer Liga fordern, einen Reform-Vorschlag schuldig geblieben.