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Ex-Jugendtrainer unter Anklage

Sujetbild: Auf dem Boden liegt Flatterband mit dem Schriftzug "Polizeiabsperrung"

Ein ehemaliger Jugendtrainer des SV Wehen Wiesbaden soll Jugendliche erst betäubt und dann vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft hat bislang sechs Opfer identifiziert, es könnten aber auch mehr gewesen sein.

Bei den Missbrauchsermittlungen gegen einen ehemaligen Jugendtrainer des hessischen Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden gehen die Behörden inzwischen von sechs Opfern aus. Diese Zahl könne sich bis zum Abschluss der Ermittlungen noch erhöhen, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Keine Mittäter bekannt

Der Mann wird verdächtigt, Jugendliche zunächst betäubt und dann vergewaltigt zu haben. Er sitzt seit Dezember wegen des Verdachts der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und des Herstellens von jugendpornografischen Schriften in Untersuchungshaft.

Von 200 Zeugen sind laut Staatsanwaltschaft bislang 35 vernommen worden. Bei den Opfern handle es sich um ältere Kinder und Jugendliche. Die bislang bekannten Taten hätten sich in der Wohnung des Ex-Fußballtrainers zugetragen, mehrere davon im Rahmen von Playstation-Abenden. Auch gebe es Hinweise, dass der Mann als Babysitter tätig gewesen sei. Von möglichen Mittätern sei bislang nichts bekannt.

SVWW kooperiert vollumfänglich

Der SV Wehen Wiesbaden hatte den Mann nach Bekanntwerden der Vorwürfe sofort freigestellt und dann fristlos entlassen. Der Verein betonte, vollumfänglich mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten.