Rüdiger Rehm
Rüdiger Rehm hat die Aufstiegsplätze mit dem SV Wehen Wiesbaden noch im Blick. Bild © Imago

Fehlende Konstanz hat dem SV Wehen Wiesbaden in der Drittliga-Hinrunde wertvolle Punkte gekostet. Dennoch schielen die Hessen in Richtung Aufstiegsplätze. Trainer Rehm hat seinen Wunschspieler bekommen.

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Als Rüdiger Rehm im Februar 2017 das Traineramt beim SV Wehen Wiesbaden übernahm, taumelte der Club in Richtung Amateurfußball. Unter seinem Vorgänger Torsten Fröhling lief sportlich wenig bis gar nichts zusammen bei dem ehemaligen Zweitligisten. "Wir waren auf Platz 19, hatten zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer", erinnert sich Rehm im Gespräch mit dem hr-sport zurück.

Am Ende der Saison landete der SVWW auf Platz 7, gewann den Hessenpokal und zog in den DFB-Pokal ein. "Fußball ist einfach sehr, sehr schnelllebig", sagt Rehm. Deswegen will er sich von kritischen Stimmen nach einer durchwachsenen Hinrunde nicht nervös machen lassen. Dass man nach 30 Punkten von einer "Schwächephase" rede, so Rehm, spreche auch für die Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren.

"Haben zu viel liegen lassen"

Der SVWW muss sich allerdings an den eigenen Ansprüchen messen – und sich in dieser Hinsicht den Vorwurf gefallen lassen, zu viele Punkte verschenkt zu haben. Spielerische Klasse zeigten die Hessen oft genug, nach Gala-Auftritten wie dem 7:0 bei Fortuna Köln folgten aber auch unerklärliche Einbrüche wie beim 2:3 in Jena. "Da haben wir in der Hinrunde zu viel liegen lassen", bilanziert Rehm. Als Konsequenz hat der Tabellensechste nun schon sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

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Der SV Wehen Wiesbaden startet mit einem Auswärtsspiel bei Energie Cottbus in die Restrunde. Anpfiff ist am 26. Januar um 14 Uhr.

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Die Hoffnung auf eine Verlängerung der Saison oder sogar den direkten Aufstieg haben die Landeshauptstädter aber noch nicht begraben. Frei nach dem Motto "Wir gucken nur auf uns" müsse der SVWW eben seine Spiele gewinnen und dann schauen, was am Ende dabei herauskommt, sagt Rehm. Auf die geplante Aufholjagd schwört er seine Schützlinge unter der spanischen Sonne in Oliva Nova ein.

Wunschspieler Hansch kommt ohne Spielpraxis

Dabei mithelfen soll Florian Hansch, den der SVWW bis zum Saisonende vom SV Sandhausen ausgeliehen hat. Auch wenn der 23-Jährige dort keinen Fuß auf den Boden bekam und lediglich 43 Zweitliga-Minuten in der Hinrunde absolvierte, glaubt Rehm an die großen Qualitäten des Stürmers, der in der Vorsaison beim Drittligisten Chemnitz überzeugt hatte. "Wir haben mit Florian Hansch den Spieler bekommen, den wir uns gewünscht haben. Ein zusätzlicher Spieler mit viel Tiefgang."