SVWW-Trainer Rüdiger Rehm und seine Mannschaft beim Spiel gegen Regensburg

Nach der Klatsche gegen Regensburg muss sich der SV Wehen Wiesbaden in der Länderspielpause wieder aufrichten. Hoffnung machen der Blick auf die vergangene Saison - und ein prominenter Neuzugang.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mockenhaupt: "So werden wir die Klasse nicht halten"

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Nach dem 0:5-Debakel des SV Wehen Wiesbaden gegen Jahn Regensburg fand Trainer Rüdiger Rehm einmal mehr deutliche Worte. Derweil ist der Verein noch mal auf dem Transfermarkt tätig geworden und hat den ehemaligen Eintrachtler Stefan Aigner verpflichtet.

Mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Zweitliga-Spielen hat der SVWW aktuell die Rote Laterne inne und zudem die mit Abstand meisten Gegentore (16) kassiert. Entsprechend bedient war Trainer Rehm nach der Klatsche gegen Regensburg und sprach von einem "absoluten Tiefpunkt". "Das individuelle Zweikampfverhalten war bodenlos. Wir lassen uns ausspielen wie Schülerbuben. Zum Ende kann man es fast als Abschlachten bezeichnen."

Rehm bleibt kämpferisch

"Sobald wir einen Rückschlag kriegen, fällt das ganze System zusammen", analysierte Abwehrspieler Sascha Mockenhaupt. Denn bis zum ersten Tor der Regensburger in Minute 34 waren die Wiesbadener gut im Spiel, konnten vor allem ihre zahlreichen Standards aber nicht in große Chancen ummünzen. "Wir können nur über eine überragende Teamleistung Punkte holen." Doch genau das Gegenteil war der Fall. "Jeder Einzelne hat einen miserablen Tag erwischt", konstatierte Rehm.

Von der Qualität seines Teams, das nach dem Aufstieg vor allem mit jungen Spielern verstärkt worden war, ist der Coach aber nach wie vor überzeugt. "Wir haben eine Mannschaft, die, wenn sie mit Vollgas spielt, locker-lässig in dieser Liga bestehen kann", sagte er nach dem Spiel und fügte kämpferisch hinzu: "Wir werden uns da rausarbeiten."

Nicht der erste schlechte Start

Und deshalb gibt es beim SVWW aktuell vor allem ein Mantra: Ruhe bewahren. Das gibt auch Präsident Markus Hankammer vor. "Letztes Jahr hatten wir eine ähnliche Situation mit vier Punkten aus sechs Spielen - als wir eigentlich vorne mitspielen wollten", erinnert er an den mäßigen Start in die Drittliga-Saison vor Jahresfrist. "Den Anspruch haben wir jetzt nicht, wir wollen natürlich die Liga halten. Von daher ist es durchaus vergleichbar." Damals arbeitete sich das Team wieder aus der Misere heraus, am Ende stand gar der Aufstieg.

Stefan Aigner mit SVWW-Sportdirektor Christian Hock

Nachdem jüngst mit Törles Knöll und Tobias Schwede noch mal nachgelegt wurde, vermeldete der SVWW am Tag nach dem Regensburg-Spiel einen weiteren Neuzugang: Routinier Stefan Aigner, der zuletzt in Uerdingen in der dritten Liga am Ball war, aber auch schon für Eintracht Frankfurt Europapokal-Erfahrung gesammelt hat.

Ob er dem SVWW helfen kann, wird sich allerdings erst in zwei Wochen zeigen. Denn erst mal ist Länderspielpause. Am 13. September geht es für die Rehm-Elf dann mit dem Auswärtsspiel in Fürth weiter.