Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW-Stürmer Schäffler: "Das ist ein Prozess, den wir durchmachen"

Manuel Schäffler geriet mit dem SVWW in Bochum ins Straucheln.

Zwei Punkte verloren oder einen gewonnen? Beim SV Wehen Wiesbaden ist man sich nach dem wilden 3:3 gegen Bochum nicht ganz sicher. Torjäger Manuel Schäffler bemüht sich in jedem Fall, das Positive zu sehen.

In den Augen von Manuel Schäffler war das Glas nach dem 3:3 seines SV Wehen Wiesbaden in Bochum definitiv halb voll. "Wir haben einen Punkt geholt. Wir hatten vorher noch gar nichts geholt", rechnete der Doppeltorschütze im Nachgang der wohl verrücktesten Partie der bislang noch jungen Zweitliga-Saison vor. Nur: Nach einer 3:0-Halbzeitführung gegen einen Gegner, der bis dato klinisch beinahe tot war, hätte aus Sicht der Hessen zwingend der erste Dreier herausspringen müssen.

Das wusste auch Trainer Rüdiger Rehm, der von einem ganz bitteren Endresultat sprach. "Wir hätten die Chancen zum 4:0 nutzen müssen, dann wäre der Deckel drauf gewesen", ärgerte sich der 40-Jährige. Auch ein fünftes und sechstes Tor wären theoretisch drin gewesen gegen Bochumer, die bis zur Pause einen gruseligen Auftritt in der Defensive hinlegten. So gruselig, dass VfL-Trainer Robin Dutt im Nachgang trotz des Comebacks seiner Elf in der zweiten Hälfte ziemlich desillusioniert seinen Rücktritt anbot.

Extralob für Schlussmann Watkowiak

Allerdings: Die erste Hälfte war nicht ganz so einseitig, wie es das Ergebnis vermuten ließ. Denn auch der SVWW wackelte das eine oder andere Mal bedenklich. Nicht umsonst bedankte sich Schäffler am Samstagnachmittag ausdrücklich bei Torhüter Lukas Watkowiak: "Watti hat uns eigentlich dreimal im Spiel gehalten, wo wir schon früher den Anschluss kriegen können."

Schäffler formulierte sogleich den Fahrplan für die kommende Woche. "Wir müssen uns einfach im Training verbessern. Wir müssen schauen, dass wir hinten dann den Laden vielleicht noch dichter kriegen." Selbst dem rätselhaften Einbruch seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel konnte der Torjäger etwas Positives abgewinnen: "Ich glaube, das ist ein Prozess, den wir gerade durchmachen. Und wenn der durch ist, glaube ich, hat man gesehen, was wir zu leisten imstande sind."

Den nächsten Anlauf für den ersten Saisonsieg macht der SVWW am kommenden Samstag (13 Uhr) im Spiel gegen Jahn Regensburg.