Bild mit Symbolcharakter: Moritz Kuhn (oben) und Julius Biada ringen miteinander. Den Ball bekommt am Ende keiner.

Angesetzt war die Partie als Topspiel der 2. Bundesliga: Was der SV Sandhausen und Wehen Wiesbaden jedoch zeigten, hatte diesen Namen zu keiner Zeit verdient. Die beiden Abstiegskandidaten trennten sich tor- und fast chancenlos.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW mit torlosem Remis in Sandhausen

wehen
Ende des Audiobeitrags

Das Positive vorweg: Der SV Wehen Wiesbaden bleibt auch zum vierten Mal in Folge ohne Niederlage in der 2. Bundesliga und zum dritten Mal in den vergangenen vier Spieltagen ohne Gegentor. Die Rote Laterne des Tabellenletzten konnte die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm aber nicht abgeben. Dafür hätte es einen Sieg beim kriselnden und nun seit sechs Spielen sieglosen SV Sandhausen gebraucht. Doch das sogenannte Topspiel am Montagabend endete 0:0.

"Heute wollte der Ball einfach nicht rein", sagte Maximilian Dittgen nach Abpfiff beim TV-Sender Sky. "Es war für uns der erwartete Abnutzungskampf - für die Zuschauer war das nicht so schön." Cheftrainer Rehm sah das ähnlich: "Das war insgesamt eine sehr magere Kost."

Dittgen zum Ersten

Ein wirkliches Spitzenspiel, das war schon vorher zu erwarten, würde die Begegnung für den neutralen Zuschauer nicht unbedingt werden. Dafür stehen beide Teams in der Tabelle zu schlecht da. Das, was die 5.965 Zuschauer bei herbstlichen Bedingungen in den ersten 45 Minuten zu sehen bekamen, wurde den niedrigen Erwartungen ans Topspiel dann auch vollauf gerecht.

Ein Freistoß aus dem Halbfeld hier, ein Flankenlauf bis zur Grundlinie da – viel mehr hatte die erste Spielhälfte nicht zu bieten. Dittgens Abschluss aus der Distanz, der etwa einen Meter übers Tor segelte, war die einzig nennenswerte Offensivaktion beider Mannschaften (30.). Positiv festzuhalten blieb bis dahin aus Sicht des SVWW, dass man den Gastgebern rein gar keine Chancen gestattete.

Dittgen zum Zweiten

Die Wiesbadener mussten weiter auf den gesperrten Offensivmann Daniel-Kofi Kyereh sowie die beiden Maskenmänner Marcel Titsch Rivero und Stefan Aigner verzichten. Letzterer saß mit Nasenbeinbruch immerhin auf der Bank und kam für die Schlussphase ins Spiel. Ohne die Leistungsträger blieben die Offensivbemühungen des SVWW zwar teilweise schön anzusehen, aber doch in aller Regel Stückwerk beziehungsweise wurden nicht konsequent ausgespielt.

Erst als Sandhausens Ivan Paurevic nach gut einer Stunde und einer zweifelhaften Entscheidung des Schiedsrichters Lasse Koslowski (Berlin) vom Platz gestellt wurde, wurde es ein wenig spannender. Der SVWW kam in der 72. Minute durch Dittgen zur ersten großen Torchance. Seinen Schlenzer ins lange Eck parierte Sandhausens Schlussmann Martin Fraisl stark.

Sandhausen darf auch mal

Viel mehr brachten die Hessen in Überzahl nicht zustande. Wirklich gefährlich wurde in den letzten Minuten nur noch der SV Sandhausen, der es aus dem Gewühl im Wiesbadener Strafraum mehrfach verpasste, den Ball im Netz unterzubringen (90.+1). Nach sechsminütiger Zugabe setzte der Schiedsrichter dem Kick schließlich ein Ende. "Wir müssen Punkt für Punkt einheimsen", sagte Dittgen im Nachgang. Für den SVWW heißt es nun Mund abputzen und auf den HSV vorbereiten.

Weitere Informationen

SV Sandhausen - SV Wehen Wiesbaden 0:0

Sandhausen: Fraisl - Diekmeier, Nauber, Zhirov, Paqarada - Paurevic, Zenga (85. Fey), Gislason (73. Linsmayer), Biada, Egels (56. Türpitz) - Behrens
          
Wiesbaden: Lindner - Mockenhaupt, Dams, Medic, Kuhn, Niemeyer - Mrowca (69. Lorch), Chato (85. Knöll), Schwede (80. Aigner), Dittgen - Schäffler

Tore:  Fehlanzeige

Gelbe Karten: -/ Mrowca                           
Gelb-Rot: Paurevic (63.)             

Schiedsrichter: Koslowski (Berlin)    
Zuschauer: 5.965            

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, 28.10.2019, 22.00 Uhr