Wehen Wiesbaden bejubelt das 2:1 in Frankfurt.

Nur ein Testspielsieg, aber viele gute Zeichen: Trainer Rüdiger Rehm freut sich nach dem 3:1 des SV Wehen Wiesbaden gegen Eintracht Frankfurt über seine Youngster. Dennoch warnt er vor dem dünnen Kader.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt verliert Test gegen Wehen Wiesbaden

Ali Akman am Ball gegen den SV Wehen Wiesbaden.
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Nach dem 3:1-Testspielsieg gegen die zwei Klassen höher spielende Frankfurter Eintracht gab es für den SV Wehen Wiesbaden zwar keine Punkte. Aber es gab thematische Punkte, über die sich Trainer Rüdiger Rehm freuen konnte. Zwar schränkte der Coach nach der Partie ein, dass die Wiesbadener in der Vorbereitung ein ganzes Stück weiter als die Eintracht seien. Dennoch imponierte dem Coach vor allem die Art und Weise des Sieges.

1. Jugend forscht in Wiesbaden

Mit Amin Farouk schoss ein 17-Jähriger gleich zwei Tore, jenes zum 3:1 bereitete der ebenfalls 17-jährige Mathias Hiller mustergültig vor. "Wir haben quasi mit der U19 das 3:1 gemacht", so Rehm. Der Coach hatte auch ein besonderes Lob für den Doppeltorschützen Farouk parat: "Er komplettiert unsere Offensivreihe, die gerade ein bisschen Probleme hat. Man sieht, dass er das Potenzial hat. Er hat noch einen weiten Weg vor sich. Aber sein Wille und seine Gier sind hervorragend."

Zuletzt hatte sich Gianluca Korte einer Meniskus-Operation unterziehen müssen - er wird dem Team im Angriff lange fehlen. Farouk hatte bereits beim Test gegen Schweinfurt das entscheidende Tor geschossen.

SVWW-Youngster Amin Farouk traf zwei Mal gegen die Eintracht.

2. Zwei Spieler sammeln Spielpraxis

Mit Dominik Prokop (nach Corona-Erkrankung) und der Neuverpflichtung Bjarke Jacobsen sammelten gleich zwei Spieler im zweiten Durchgang wichtige Spielpraxis. "Wir sind froh, dass beide dabei waren. Bjarke werden wir behutsam aufbauen, weil er vom Trainingspensum noch ein bisschen hinterher ist", sagte Rehm.

Trotz der Rückkehrer findet der Trainer, dass der Kader des Drittligisten immer noch etwas dünn besetzt ist. "Wir müssen und wollen noch auf dem Transfermarkt tätig werden."

3. Das Selbstvertrauen ist groß

"Wir müssen das schon richtig einschätzen können, es ist nur ein Vorbereitungsspiel. Aber es gibt den Jungs natürlich den Glauben", so Rehm. Tatsächlich war die Eintracht zwar stark dezimiert und durch die intensive Vorbereitung nicht mehr ganz so frisch. Allerdings standen mit Filip Kostic, Makoto Hasebe und Evan N'Dicka Akteuere von internationalem Format dem Drittligisten gegenüber.

Zudem drehte der SVWW einen Rückstand und tankte so Selbstvertrauen vor den anstehenden Aufgaben in der Liga gegen Freiburg II und dem TSV 1860 München. Und ein bisschen wohl auch für die erste DFB-Pokalrunde, wenn Gegner Borussia Dortmund auch so einige Spieler von internationalem Format vorbeischicken wird.