Die SVWW-Spieler jubeln nach dem Abpfiff
Nach dem Schlusspfiff gab es beim SVWW kein Halten mehr. Bild © Imago Images

Jubel in der Landeshauptstadt! Der SV Wehen Wiesbaden ist nach zehnjähriger Abstinenz zurück in der 2. Fußball-Bundesliga. In einer packenden Aufstiegsrelegation gegen Ingolstadt hatten die Hessen das bessere Ende auf ihrer Seite.

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Die Spieler des SV Wehen Wiesbaden jubeln

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dem SVWW gelingt in Ingolstadt die Aufstiegssensation

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Der SV Wehen Wiesbaden hat die 1:2-Niederlage im Relegations-Hinspiel gegen den FC Ingolstadt am Dienstag vergessen gemacht. Die Hessen gewannen das Rückspiel beim FCI mit 3:2 (3:1) und stiegen dank der mehr geschossenen Auswärtstore in die 2. Bundesliga auf. Daniel Kofi-Kyereh (11. Minute), Maximilian Dittgen (30.) und ein Eigentor von Björn Paulsen (43.) machten das SVWW-Glück perfekt. Für die Schanzer trafen Konstantin Kerschbaumer (13.) und Unglücksrabe Paulsen (68.).

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Empfang im Rathaus

Der SV Wehen Wiesbaden wird nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga im Wiesbadener Rathaus empfangen. Die Feierlichkeiten beginnen am Mittwoch um 14.30 Uhr. Im Anschluss will die Mannschaft gemeinsam mit den Fans zum Stadion ziehen, um weiterzufeiern.       

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Kyereh trifft, Kolke patzt

Wie das Ergebnis vermuten lässt, war es eine packende Partie, in der die Ingolstädter um ein Haar wie schon im Hinspiel einen Blitzstart hingelegt hätten. Weil aber Dario Lezcano eine Flanke von Thomas Pledl mit dem Oberschenkel über das Tor lenkte (1.), war die Messe für den SVWW noch nicht gelesen. Und die Hessen packten ihre Chance kurz darauf beim Schopfe. Eine Flanke von links legt Manuel Schäffler geschickt mit dem Kopf ab, sodass Kyereh aus drei Metern nur noch einschieben muss (11. Minute).

Die Wiesbadener Freude währte allerdings nur kurz. Die Ingolstädter glichen im direkten Gegenzug aus. Einen Schuss von Marcel Gauß ließ SVWW-Keeper Markus Kolke nach vorne prallen. Kerschbaumer sagte "Danke" und schoss aus zehn Metern zum 1:1 ein (13.). Wirklich geschockt zeigte sich der Drittligist aber nicht.

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Paulsen nimmt Schäffler die Arbeit ab

Der SVWW spielte weiter unbeirrt nach vorne – und belohnte sich noch vor der Halbzeit. Moritz Kuhn schickte mit einem tollen Schnittstellenpass Dittgen auf die Reise, der alleine vor Philipp Tschauner die Nerven behielt und den Ball im kurzen Eck unterbrachte (30.). Damit hatten die Hessen die Niederlage aus dem Hinspiel egalisiert.

Manuel Schäffler vergab zwar noch das 3:1, als er eine butterweiche Flanke von Alf Mintzel unbedrängt aus sechs Metern neben das Tor köpfte (40.), den Job nahm ihm Ingolstadts Paulsen kurz darauf aber ab, als er einen Schuss von Jeremias Lorch unglücklich ins eigene Tor lenkte (43.).

Der SVWW wackelt, aber fällt nicht

Die Ingolstädter mussten nun kommen – und sie kamen. Lezcano prüfte Kolke erst mit einem satten Volley- (51.), dann mit einem Flachschuss (53.). Der SVWW stand nun tief in der eigenen Hälfte, verteidigte den Anschlusstreffer mit einer Mischung aus Glück und Geschick.

Entlastungsangriffe waren Mangelware. Hätte Gökhan Gül allerdings in der 60. Minute ins Tor getroffen, statt den Ball ans Lattenkreuz zu nageln: Das Spiel wäre wohl frühzeitig entschieden gewesen. Weil auf der Gegenseite Paulsen per Kopf aber auch ins "richtige" Tor traf (68.), war Ingolstadt plötzlich wieder im Spiel.

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Wiesbadener Platzsturm

Die Schanzer bestimmten fortan das Geschehen auf dem Platz, gewannen die wichtigen Zweikämpfe und schnappten sich die zweiten Bälle. Der SVWW wackelte bedenklich. 25 Minuten lang flog Ball um Ball in den Wiesbadener Strafraum, im Tor brachten die Ingolstädter aber keinen mehr unter. Nach dem Schlusspfiff feierte einige hundert mitgereiste Fans aus Hessen mit der Mannschaft auf dem Rasen.

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FC INGOLSTADT – SV WEHEN WIESBADEN 2:3 (1:3)

Ingolstadt: Tschauner - Neumann, Paulsenn,  Mavraj, Paulo Otavio - Krauße (67. Sahin), Gaus - Pledl (85.Kaya),  Kerschbaumer (56. Kittel) - Lezcano, Kutschke           

Wiesbaden: Kolke - Kuhn, Mockenhaupt, Mrowca, Mintzel (85. Wachs) - Lorch (78. Modica), Gül, Schmidt (69. Shipnoski), Dittgen - Kyereh, Schäffler           

Tore: 0:1 Kyereh (11.), 1:1 Kerschbaumer (13.), 1:2 Dittgen (30.), 1:3 Paulsen (43./ET), 2:3 Paulsen (68.)            
Gelbe Karten:  Gaus / Lorch, Wachs, Gül  

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)
Zuschauer: 12.420   

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