Die Spieler des SVWW feiern den Sieg gegen Dresden.

Der SV Wehen Wiesbaden setzt im Aufstiegskampf der 3. Liga ein Ausrufezeichen. Dabei hilft dem Team auch die neu gewonnene Stärke bei Standards.

Als sich am Dienstagabend im Wiesbadener Stadion schon alle mit einem 0:0 gegen Dynamo Dresden abgefunden hatten, kam Max Reinthaler: Der Südtiroler in Diensten des SV Wehen Wiesbaden stieg nach einer Ecke in der 79. Minute am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf zum Sieg ins Netz. Das bedeutete Big Points im Aufstiegskampf der 3. Liga und ein erfolgreiches letztes Heimspiel 2022.

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SVWW weiter auf Erfolgskurs

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Abwehr stellt Ex-SVWW-Stürmer Schäffler kalt

"Wir hatten es im Gefühl, dass so ein Spiel über ein Standard entschieden werden kann. Und so ist es auch passiert, zum Glück auf unserer Seite", sagte der Matchwinner nach der Partie. Denn tatsächlich hatte es lange nach einem torlosen Unentschieden ausgesehen. Wiesbaden legte offensiv los, kam im weiteren Spielverlauf aber immer seltener vor das Dynamo-Tor.

Und die Gäste aus Sachsen machten gerade in der zweiten Halbzeit erschreckend wenig aus ihrer Feldüberlegenheit. Weil die Abwehrreihe aus Reinthaler, Ahmet Gürleyen und Sascha Mockenhaupt stark verteidigte, hatte Dynamo trotz Ex-SVWW-Torjäger Manuel Schäffler im Sturm keinerlei Durchschlagskraft.

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Die hatten die Wiesbadener aus dem Spiel heraus zwar auch nicht, aber die neu gewonnene Standard-Stärke war einmal mehr die Rettung. Denn bereits beim 3:0 in Meppen am vergangenen Freitag fielen alle Treffer nach einem ruhenden Ball. "Viele Mannschaften sind so aufgestiegen, dass sie auch mal in schwächeren Spielphasen durch solche Sachen gefährlich werden. Die zählen genauso wie ein ganz toll herausgespieltes Tor", so Benedict Hollerbach.

Tabelle ist "eine schöne Momentaufnahme"

Kurz vor der Winterpause könnte es für den SVWW kaum besser aussehen: Mindestens bis Mittwochabend steht das Team auf Tabellenplatz zwei, der in der Endabrechnung den direkten Aufstieg bedeuten würde. Zudem ist mit Dynamo Dresden, bei denen es für Ex-Darmstadt-Trainer Markus Anfang nach der Niederlage in Wiesbaden eng werden könnte, ein Mitfavorit bereits um acht Punkte distanziert. "Wenn wir am 38. Spieltag auf Platz zwei stehen, das wäre gut", sagte Johannes Wurtz. "Jetzt ist es eine schöne Momentaufnahme, aber man kann sich nicht so viel davon kaufen."

Der Kapitän blickt lieber auf die letzte Partie des Jahres voraus: Am Samstag (14 Uhr) spielt der SV Wehen Wiesbaden beim SC Verl. "Wir wollen unbedingt in Verl noch was mitnehmen. Wir sind auf jeden Fall hungrig und wollen mehr." Und zur Not kann es ja auch dann wieder eine Standardsituation richten.

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Wehen Wiesbaden – Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

Wiesbaden: Lyska - Mockenhaupt, Mrowca (46. Goppel), Gürleyen - Reinthaler, Heußer, Taffertshofer (90. Jacobsen), Fechner, Wurtz (71. Froese) - Prtajin, Hollerbach (60. Iredale)
Dresden: Müller - Ehlers, Kammerknecht (46. Akoto/89. Gogia), Park (46. Meier) - Will, Lewald, Kade, Arslan (55. Hauptmann) – Conteh (66. Weihrauch), Kutschke, Schäffler

Tore: 1:0 Reinthaler (79.)
Gelbe Karten: Mrowca / Park, Will, Arslan, Hauptmann, Weihrauch, Kutschke

Schiedsrichter: Benen (Nordhorn)
Zuschauer: 4.196

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