Nico Schäfer, Christian Hock und Rüdiger Rehm vom SV Wehen Wiesbaden

Der Wiederaufstieg ist für den SVWW in weite Ferne gerückt. Der Verein nutzt das, um frühzeitig die neue Saison ins Auge zu fassen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW bastelt am Kader

Spieler des SVWW beim Training
Ende des Audiobeitrags

Zehn Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei hat der SV Wehen Wiesbaden aktuell. Wohl zu viel, um noch mal ernsthaft in den Aufstiegskampf der 3. Liga eingreifen zu können. Das haben auch die Verantwortlichen erkannt – und versuchen, das zu ihrem Vorteil zu nutzen.

"Man sollte diese Planungssicherheit auch umsetzen", sagte Nico Schäfer, Sprecher der SVWW-Geschäftsführung, bei einem Fantreffen des Vereins am Mittwoch. Die Gespräche mit den Spielern laufen, 15 Akteure mit Verträgen hat man als Grundgerüst schon beisammen. Unter ihnen ist übrigens auch Torhüter Lucas Becker aus der A-Jugend, wie Schäfer bestätigte. Hinzu kommt Neuzugang Mehmet Kurt, dessen Verpflichtung am Mittwoch bekanntgegeben wurde. Der Mittelfeldspieler ist aktuell noch das "Herzstück" (Schäfer) des Liga-Konkurrenten SC Verl.

Endgültiges Saisonaus für Aigner

Vier bis fünf Postionen im Kader sollen demnächst besetzt werden, für den Rest will man sich in der hessischen Landeshauptstadt Zeit lassen. "Wir erwarten einige Entwicklungen im Markt im Sommer, auch wegen Corona", so Schäfer, der einzelne Personalien nicht kommentieren wollte.

Nicht mehr zum Einsatz kommen wird in dieser Saison Stefan Aigner. Der SVWW hatte sich vor dem Saisonstart damit geschmückt, den Stammspieler trotz des Zweitliga-Abstiegs erneut mit einem Vertrag ausgestattet zu haben. Nach nur 26 Minuten Einsatzzeit wurde der frühere Frankfurter aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. "Wir können leider nicht mehr damit rechnen, dass er in dieser Saison noch mal aufläuft. Auch wenn er daran hart gearbeitet hat", berichtete Schäfer. Aigners Vertrag läuft zum Saisonende aus.

Stadionausbau geht voran

Positive Nachrichten gibt es dagegen vom Stadionausbau. "Wir sind mittendrin und geben Vollgas bei der Fertigstellung der Dachkonstruktion", so Paul Specht, der seit einigen Monaten Geschäftsführer des Vereins und der Arena ist, über die neue Westtribüne. Diese soll zum Beginn der neuen Saison einsatzfähig sein. Der Ausbau anderer Tribünen, mit dem der SVWW immer wieder liebäugelt, steht erst einmal hinten an – die Optimierung des Trainingszentrums auf dem Halberg in Taunusstein hat aktuell Priorität.

In der 3. Liga geht es für die Wiesbadener am Sonntag (15 Uhr) weiter – mit dem Heimspiel gegen Unterhaching. Nach einem punktlosen März und fünf sieglosen Spielen in Folge hatte der SVWW am vergangenen Montag in Meppen endlich wieder dreifach gepunktet.