Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigt Rüdiger Rehm die Gelbe Karte.

Beim Spiel in Hannover muss SVWW-Trainer Rüdiger Rehm von der Tribüne aus zuschauen. Reue zeigt der Coach nach seiner Verwarnung beim Sieg gegen Aue allerdings nicht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW gewinnt in Unterzahl gegen Aue

Szene aus SVWW Aue
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Rüdiger Rehm hätte eigentlich allen Grund zur Freude gehabt: Mit dem 1:0-Sieg über Erzgebirge Aue war dem SV Wehen Wiesbaden am Dienstagabend ein Start nach Maß ins neue Fußballjahr gelungen. Und trotzdem gab es nach dem Spiel nur ein Thema: Rehms Sperre im kommenden Spiel gegen Hannover.

"Ich war heute angenehm"

"Ich bin mir relativ sicher, dass ich heute sehr angenehm war", sagte Rehm, der von Schiedsrichter Patrick Ittrich in der 70. Minute verwarnt worden war. Die entsprechende Szene beschreibt er so: "Ich habe einmal die Hand gehoben bei einer Situation, bei der ich der Meinung war, dass versucht wurde, eine Gelbe Karte für meinen Spieler zu provozieren." Die Gelbe Karte war seine fünfte in der laufenden Saison, bei vier Verwarnungen ist ein Trainer gelbgesperrt. Diese Strafe trifft Rehm allerdings erst jetzt, da die Regel erst nach dem dritten Spieltag gegen Hannover 96, an dem er seine erste Verwarnung kassiert hatte, in Kraft getreten war.

"Jetzt bin ich nun mal der Dumme", so Rehm, der nun die zweifelhafte Ehre hat, im kommenden Spiel als erster Trainer im deutschen Profifußball eine Gelbsperre abzusitzen. "Wenn ich keine Emotionen zeigen darf, wenn ich die Hand nicht mehr heben darf, dann werde ich in diesem Jahr noch ein paar kriegen", kündigte er nach dem Aue-Spiel angefressen an. In der Tat saßen die Gelben Karten bei Ittrich in dem nie unfairen Spiel locker, was unter anderem zum Platzverweis von SVWW-Kapitän Sebastian Mrowca führte.

Schäffler erwartet Sanktionen

"Das wird teuer", sagte Ersatzkapitän und Torjäger Manuel Schäffler mit Blick auf seinen Coach. "Für uns gilt genau das Gleiche: Wenn wir uns fürs Meckern Gelbe Karten holen, dann wird es sanktioniert, weil es unnötige Gelbe Karten sind." Und wie erwartet Schäffler ein Spiel ohne seinen Cheftrainer an der Seitenlinie? "Vielleicht ruhiger", so der Routinier mit einem Augenzwinkern.

Rehm wollte dagegen lieber über den wichtigen Sieg gegen Aue und den vorübergehenden Sprung auf Relegationsplatz 16 reden. Als das Wort "Rückrundentabellenführer" - das bessere Torverhältnis von Jahn Regensburg wurde dabei freundlich unterschlagen - im Presseraum die Runde machte, hatte auch er wieder ein Lächeln im Gesicht. "Wir sind sehr glücklich, ein ganz wichtiger Dreier für uns. Das ist geil, aber es reicht noch nicht." Bereits am Samstag können die Wiesbadener beim Spiel in Hannover (13.00 Uhr) nachlegen. An der Seitenlinie wird Rehm dann durch seinen Co-Trainer Mike Krannich vertreten.