Länger als Rüdiger Rehm saß bislang kein Coach auf der SVWW-Bank. Für das Unternehmen Wiederaufstieg müssen am Dienstag gegen Köln aber dringend Punkte her.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rehm: "Das Spiel gegen Köln wird unberechenbar"

Rüdiger Rehm ist seit 2017 Trainer des SV Wehen Wiesbaden
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1441 Tage - länger war bislang niemand Trainer des SV Wehen Wiesbaden. Rüdiger Rehm hat diese Marke am vergangenen Sonntag erreicht und damit Djuradj Vasic als Rekord-Trainer abgelöst. Der Weg dorthin war allerdings nicht immer leicht.

Klassenerhalt und Hessenpokal-Sieg im ersten Jahr

Als der SVWW am 13. Februar 2017 Rehm als neuen Trainer vorstellte, kam er aus einem desaströsen Engagement bei Arminia Bielefeld. Zehn Zweitliga-Spiele, kein Sieg - so seine Schreckensbilanz auf der Alm. Immerhin: Die 3. Liga kannte Rehm aus seiner Zeit in Großaspach, wo er seine Spieler-Karriere ausklingen ließ und zugleich sein Wirken als Trainer begann, bestens.

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Der SVWW live im hr

Am kommenden Samstag um 14 Uhr zeigt der hr das Drittliga-Spiel des SV Wehen Wiesbaden beim 1. FC Kaiserslautern live im Fernsehen sowie im Stream auf hessenschau.de.

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Für den SV Wehen Wiesbaden erwies sich der gebürtige Heilbronner als Glücksgriff: Im ersten Jahr gelang trotz schlechter Ausgangsposition der Klassenerhalt, hinzu kam der Sieg im Hessenpokal.

"Ein solcher Zeitraum ist schon etwas ganz Besonderes"

In der 3. Liga war man in der nächsten Spielzeit oben dran, 2019 klappte es dann mit dem lange ersehnten Wiederaufstieg ins Unterhaus. "Ich bin sehr dankbar und stolz, bereits so lange für den SVWW tätig sein zu dürfen", sagt Rehm rückblickend. "In diesen schnelllebigen Zeiten ist ein solcher Zeitraum schon etwas ganz Besonderes. Deshalb möchte ich mich für das mir von Vereinsseite auch in schwierigen Zeiten entgegengebrachte Vertrauen ausdrücklich bedanken."

Und das ist in diesem Fall mehr als eine Floskel: Der Saisonstart im Aufstiegsjahr war mit vier Punkten aus den ersten sechs Spielen dürftig, in der zweiten Liga dauerte es gar acht Spieltage bis zum ersten Sieg. Die Verantwortlichen blieben, genau wie das überschaubare Umfeld, ruhig und hielten am Trainer fest - bemerkenswerterweise sogar nach dem direkten Wiederabstieg.

Am Dienstag gegen Köln

Auch in der 3. Liga kann Rehm weiterhin in Ruhe arbeiten. Der direkte Wiederaufstieg ist, wie es Sportdirektor Christian Hock Ende des vergangenen Jahres auf einem Fantreffen formulierte, "kein Muss, aber natürlich unser Wunsch". Aktuell steht die Mannschaft im engen Mittelfeld der Liga auf Platz neun.

Schon am Dienstag gibt es die Gelegenheit, das Punktekonto (bislang 28 aus 19 Spielen) weiter aufzubessern: Dann kommt Viktoria Köln nach Wiesbaden (Anpfiff: 19 Uhr). Die Kölner haben übrigens gerade ihren Coach Pavel Dotchev entlassen und suchen einen Nachfolger. Ein Gefühl, das man in Wiesbaden schon seit 1441 Tagen nicht mehr kennt.