SVWW-Trainer Rüdiger Rehm

In der Sommerpause hat sich beim SV Wehen Wiesbaden personell sehr viel getan. Der Drittligist hat einen Monat vor dem Ligastart noch zahlreiche Baustellen.

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Noch nicht einmal vier Wochen ist es her, dass der SV Wehen Wiesbaden in Haiger den Hessenpokal in die Luft stemmen durfte. Der versönliche Abschluss einer unter dem Strich guten Saison, konnte man meinen. Doch als der SVWW am Mittwochnachmittag (15 Uhr) wieder auf dem Trainingsplatz stand, war vieles neu. Denn vor allem personell hat sich beim Drittligisten einiges getan, was die eine oder andere Baustelle hinterlassen hat.

Fernie beerbt Hock

Die bekannteste und überraschendste Personalie: Christian Hock. Der Sportdirektor verließ nach insgesamt zehn Jahren den Verein, weil es Differenzen über die Neuausrichtung gab. Dafür kehrte Paul Fernie aus den USA zurück. Der 34-Jährige, der früher bereits als Videoanalyst und Scout für den SVWW tätig war, wird der neue Sportliche Leiter. Nach der jahrelangen engen Zusammenarbeit von Hock mit Trainer Rüdiger Rehm muss sich das neue Team - trotz alter Verbundenheit - natürlich erst einmal aneinander gewöhnen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Scouting-Experte Paul Fernie wird Sportlicher Leiter beim SVWW

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Man wolle sich mit Fernie "zeitgemäßer strukturieren", so die Beschreibung von Geschäftsführer Nico Schäfer. "Dies bedeutet auch mehr Eigenverantwortung und Handlungsspielraum für die Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen, um so bestmöglich aufgestellt in die neue Saison zu starten."

Umstellungen auch im NLZ

Und auch im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) knirschte es in der Sommerpause. Dem Wiesbadener Kurier zufolge wird der bisherige U17-Coach Peter Neustädter den Verein verlassen. Schuld sei das belastete Verhältnis zwischen ihm und NLZ-Leiter Armin Alexander. Auch Nils Döring verlässt den Nachwuchs und ist zukünftig als weiterer Co-Trainer bei den Profis unterwegs.

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Lankford fehlt

Kevin Lankford fehlte beim Auftakt, weil er als Kontaktperson 1 des positiv getesteten Dominik Prokop eingestuft wurde.

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Auf dem Trainingsplatz selbst wird es für Rehm ebenfalls anders aussehen als in der abgelaufenen Saison. Zu den zum Ende der Spielzeit angekündigten Abgängen kamen noch zwei unerwartete hinzu: Jakov Medic, 2020/21 von Abwehr bis Sturm eine Allzweckwaffe, schloss sich dem FC St. Pauli an.

Auch der Abgang von Paterson Chato, der vertraglich eigentlich noch an den SVWW gebunden war, zu Liga-Konkurrent Türkgücü München schmerzt sehr. Außerdem wechselte Stürmer Phillip Tietz ablösefrei ins Trikot von Darmstadt 98, Maurice Malone, zusammen mit Tietz Top-Scorer der Wiesbadener, war ohnehin nur für eine Saison von Augsburg ausgeliehen.

Carstens und Lankford bleiben in Wiesbaden

Die Anzahl der namhaften Neuzugänge ist dagegen überschaubar. Wichtig für den SVWW war es vor allem, die ausgeliehenen Florian Carstens und Kevin Lankford an den Verein binden zu können. Hinzu kommt Spielmacher Mehmet Kurt aus Verl. Gerade angesichts der jüngsten Abgänge wird man in der Landeshauptstadt aber ganz sicher noch einmal auf den Transfermarkt nachlegen müssen, bevor in genau einem Monat die neue Drittliga-Saison beginnt.

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Die Zu- und Abgänge des SV Wehen Wiesbaden (Stand: 23. Juni 2021)

Zugänge:
Mehmet Kurt (SC Verl)
Stefan Stangl (Türkgücü München)
Gino Fechner (KFC Uerdingen)
Florian Carstens (FC St. Pauli)
Ahmet Gürleyen (FSV Mainz 05 II)
Kevin Lankford (FC St. Pauli)
Lucas Becker (SV Wehen U19)
Nico Rieble (VfB Lübeck)

Abgänge:
Moritz Kuhn (Türkgücü München)
Michael Guthörl (TSG Hoffenheim II)
Phillip Tietz (SV Darmstadt 98)
Stefan Aigner (Karriereende)
Marvin Ajani (Ziel unbekannt)
Matthias Hamrol (Ziel unbekannt)
Michael Niemeyer (Ziel unbekannt)
Benedikt Röcker (Ziel unbekannt)
Maurice Malone (FC Augsburg/Leihende)
Tim Walbrecht (Hannover 96/Leihende)
Jakov Medic (FC St. Pauli)
Paterson Chato (Türkgücü München)

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