Spieler des SV Wehen Wiesbaden nach der Pleite in Aue
Enttäuschte Gesichter beim SVWW nach der Pleite in Aue. Bild © picture-alliance/dpa

Zweites Spiel, zweite Niederlage: Der SV Wehen Wiesbaden hat den Start in der 2. Bundesliga in den Sand gesetzt. Die Spieler reagieren ob des Fehlstarts aber trotzig - und verweisen auf eine spielerische Verbesserung.

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Phillip Tietz

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tietz: "Wir haben eigentlich ein super Spiel gemacht"

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Phillip Tietz ging sofort in den Angriffsmodus. Zwei Pleiten in zwei Spielen? Tabellenplatz 17? Egal! "Wir sind auf jeden Fall in der zweiten Liga angekommen", betonte der Angreifer der SV Wehen Wiesbaden nach der 2:3-Niederlage der Hessen beim FC Erzgebirge Aue am Sonntag. Trotzige Worte nach einem völlig verpatzten Start in die Saison.

Trotzdem bleibt nach der Pleite beim Team aus Sachsen zunächst festzuhalten: Die Hessen haben den Auftakt in der 2. Bundesliga gegen zwei Gegner auf Augenhöhe in den Sand gesetzt. Nach dem spielerisch schwachen Auftritt zum Saison-Auftakt gegen den Karlsruher SC zeigte das Team von Trainer Rüdiger Rehm gegen Aue aber besonders in der zweiten Hälfte eine mehr als ansprechende Leistung. Alleine: Der Aufsteiger belohnte sich nicht dafür.

"Wir haben eigentlich ein super Spiel gemacht"

"Wir hatten unmenschlich viele Chancen. Bei so einer Anzahl muss man noch mindestens einen Treffer, wenn nicht gar zwei erzielen", beklagte Tietz, der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:2, daher hinterher. "Wir haben eigentlich ein super Spiel gemacht. Das wurde aber nicht belohnt."

Am Ende fehlte den Hessen die berühmte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Jeremias Lorch beispielsweise hätte in der 65. Minute das 2:2 erzielen können, verfehlte aber das Auer Tor aus bester Position deutlich. "Ich finde, dass wir besonders in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren", bilanzierte Tietz nicht zu Unrecht. Punkte sprangen dennoch wie schon gegen Karlsruhe keine heraus.

Der nächste Gegner: Hannover 96

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Lukas Watkowiak

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW-Keeper Watkowiak: "Wir müssen jetzt weiter unser Ding durchziehen"

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So blieb am Ende eines ernüchternden hessischen Nachmittages der Blick nach vorne. "Wir müssen jetzt weiter unser Ding durchziehen. Dann werden wir unsere Punkte holen", war sich Torwart Lukas Watkowiak sicher. Zeit wird es. Zwei Niederlagen gegen Aue und den KSC waren nicht unbedingt eingeplant.

Und mit Hannover 96 kommt nach dem DFB-Pokal als nächster Gegner ein Aufstiegsaspirant in die hessische Landeshauptstadt. Klar ist: Allem Angriffsmodus zum Trotz dürfte es mit einer Chancenverwertung wie gegen Aue auch gegen die Niedersachsen nichts zu holen geben.