Enttäuschung bei Jeremias Lorch und Tobias Schwede vom SVWW nach der Niederlage in Darmstadt

Der Rückstand auf den Karlsruher SC ist für den SV Wehen Wiesbaden im letzten Saisonspiel kaum noch aufzuholen. Trainer Rüdiger Rehm will trotzdem noch nicht aufgeben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rehm: "Noch mal ein positives Signal setzen"

Rüdiger Rehm
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Die Chance auf eine Rettung liegt nur noch im Promillebereich, doch Trainer Rüdiger Rehm will den praktisch besiegelten Abstieg des SV Wehen Wiesbaden aus der zweiten Liga noch nicht endgültig akzeptieren. "Wenn wir realistisch sind, ist das fast nicht machbar. Wenn es geschehen sollte, wäre es eines der größten Wunder", sagte Rehm vor dem Saisonfinale gegen den FC St. Pauli an diesem Sonntag (15.30 Uhr). "Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Fußball ist schon ganz viel passiert."

"Wir schenken nichts ab"

Um doch noch die Relegation zu erreichen, müssen die Hessen am letzten Spieltag drei Punkte und zehn Tore auf den Tabellen-16. Karlsruher SC aufholen. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch fordert Rehm von seinen Schützlingen noch einmal volles Engagement. "Wir werden die Hoffnung nicht sterben lassen, bis das Spiel abgepfiffen ist", versprach der 41-Jährige. "Wir schenken nichts ab."

Allerdings müssen die Wiesbadener auf Top-Torjäger Manuel Schäffler verzichten, der wegen der zehnten Gelben Karte gesperrt ist. Der 31-Jährige hat somit auch keine Chance mehr, sich zum besten Zweitliga-Torjäger der Saison zu krönen. In der Torschützenliste liegt Schäffler mit 19 Treffern knapp hinter Fabian Klos (20) vom Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld. Fraglich ist der Einsatz der angeschlagenen Niklas Dams (Sprunggelenk) und Benedikt Röcker (muskuläre Probleme).

Rehm will "die Suppe auslöffeln"

Schon vor dem Abschiedsspiel zog Rehm eine erste Bilanz. "Wir haben nicht nachgewiesen, dass wir in dieser Saison zweitligatauglich sind. Uns hat insgesamt die Konstanz gefehlt", sagte er. Insgesamt 24 Punkte gab sein Team nach einer eigenen Führung ab.

Zudem erwies sich der katastrophale Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen als zu schwere Hypothek. "Da waren wir nicht wettbewerbsfähig", sagte Rehm im Rückblick. In der kommenden Woche soll bei einer intensiven Analyse alles hinterfragt werden - auch der Trainer, dessen Vertrag noch bis Sommer 2021 gilt. "Ich bin bereit, die Suppe auszulöffeln", sagte Rehm. Ob er die Chance dazu erhält, ist noch offen.

So könnte der SVWW spielen:

SVWW-Aufstellung

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 28.06.20, 22.05 Uhr