Spieler des SV Wehen Wiesbaden

Beim Duell zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem Hamburger SV treffen am Sonntag zwei Welten aufeinander: der Erste gegen den Letzten und gleichzeitig die beste Offensive gegen die schlechteste Defensive. Für den SVWW keine unbekannte Situation.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rehm: "Der HSV soll sich die Zähne ausbeißen"

Rehm im Interview
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Es ist ja nicht so, als wäre die Situation dem SV Wehen Wiesbaden unbekannt. Vor dem neunten Spieltag traf der Aufsteiger als Tabellenletzter auf den Spitzenreiter VfB Stuttgart. Niemand rechnete mit der Elf von Rüdiger Rehm - am Ende sprang dennoch ein 2:1-Sieg heraus. Am Sonntag (13.30 Uhr) kommt diese Konstellation erneut auf die Hessen zu. Der Hamburger SV macht seine Aufwartung in der Landeshauptstadt. Und das als Tabellenführer.

Dieses Mal sind die Gegensätze sogar noch deutlicher. Der HSV hat aktuell die beste Offensive, der SVWW die schwächste Defensive. Dass die Hessen Tabellenschlusslicht sind, daran hat sich in den vergangenen Wochen ebenfalls nichts geändert. In Stuttgart lief das, trotz des SVWW-Sieges zum Schluss, auf eine beispiellose Defensiv-Schlacht hinaus. Parken die Hessen nun gegen die Hamburger vom Start weg den Bus vor dem eigenen Tor?

Rehm: "Werden nicht ins offene Messer laufen"

"Nein, wir werden keinen Bus hinten reinstellen", betont Rehm. "Aber wir werden sicherlich nicht ins offene Messer laufen. Der HSV soll sich an unserer Defensive die Zähne ausbeißen." Das tat vor wenigen Wochen auch der VfB. Damals zum ersten Mal im Tor: Neuzugang Heinz Lindner. Auch dank ihm haben die Hessen in den vergangenen drei Spielen nur einen Treffer, den beim VfB, kassiert.

"In Stuttgart stand nicht nur ein Torhüter im Tor", erinnert sich Lindner. "Wenn man sich ansieht, wie die Spieler den Ball von der Linie gegrätscht oder geköpft haben, war das schon einmalig." Deswegen ist dem Ex-Frankfurter auch nicht vor Sonntag bange: "Die Kompaktheit bei uns in der Defensive ist augenscheinlich."

Ähnliches Programm wie in Stuttgart?

Dennoch könnte es gut sein, dass auf Lindner und die SVWW-Defensive am Sonntag ein ähnliches Programm zukommt wie in Stuttgart. 28 Mal haben die Hanseaten in dieser Saison bereits getroffen. Im Schnitt sind das etwa 2,5 Treffer pro Spiel. Es dürfte daher erneut ein arbeitsreicher Nachmittag für den Aufsteiger werden. Ob sich dagegen nun Lindner alleine, die ganze Defensive im Verbund oder am Ende doch der Mannschaftsbus stemmen muss, wird sich zeigen.

Mögliche Aufstellung des SVWW gegen den HSV