Das Hotel in Oliva Nova, in dem die SVWW-Spieler untergebracht sind.

Das Coronavirus hat im Trainingslager des SV Wehen Wiesbaden zugeschlagen: Zwei Spieler müssen nun länger als geplant in Spanien bleiben und verpassen den Restrunden-Auftakt am kommenden Wochenende.

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Kauczinski: Farouk und Rosenberger müssen 10 Tage in Quarantäne bleiben

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In der spanischen Sonne trainieren und als Mannschaft enger zusammenwachsen - das war der Plan des SV Wehen Wiesbaden, als das Team am 2. Januar in das Winter-Trainingslager nach Oliva Nova aufgebrochen ist. Bei der Abreise am Sonntag fehlten allerdings zwei Spieler, die nun unfreiwillig länger in Spanien verweilen müssen.

Rückschlag für Farouk

Amin Farouk und Robin Rosenberger seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, meldete der Verein am Montag. Zuvor hatten beide wegen des Verdachts auf eine Infektion bereits am vergangenen Freitag nicht am Testspiel gegen Mechelen (4:1) teilnehmen können. Beide hatten nach Informationen des hr-sport zu diesem Zeitpunkt schon leichte Symptome und positive Schnelltests.

Da sich jener Verdacht im Anschluss per PCR bestätigt hat, sitzen die beiden inzwischen wieder symptomfreien Spieler nun in Spanien fest. Zehn Tage dauert die Quarantäne dort, im Anschluss können sich beide freitesten. Für den Restrunden-Auftakt der 3. Liga am Samstag bei 1860 München (14 Uhr) fallen beide damit aus. Schmerzhaft dürfte das vor allem für Farouk sein, der als U19-Spieler in den vergangenen Spielen unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski regelmäßig Einssatzzeit bekommen hatte. Der erst 17-jährige Rosenberger ist ebenfalls aus der A-Jugend, bislang aber ohne Einsatz bei den Profis.

Trainingslager trotz angespannter Situation

Mit Farouk und Rosenberger ist Co-Geschäftsführer Paul Specht in Oliva Nova geblieben, um die beiden Spieler zu betreuen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Teams hatte sich der SV Wehen Wiesbaden dazu entschieden, trotz der angespannten Corona-Lage ins Trainingslager zu fahren. "Wir sind nun bereits das fünfte Mal hier und haben optimale Trainingsbedingungen, eine tolle Hotelanlage und richtig gutes Wetter", hatte Geschäftsführer Nico Schäfer im Vorfeld dazu gesagt. "Wir sind hier abseits vom Schuss und können uns gut isolieren", hatte er während des Trainingslagers im Gespräch mit dem Wiesbadener Kurier ergänzt. Das Coronavirus hat dennoch den Weg in die SVWW-Bubble gefunden.