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Nach dem Sieg in Karlsruhe hat Rüdiger Rehm ein versöhnliches Fazit gezogen. Für das neue Jahr hat der SVWW-Coach hohe Erwartungen und ambitionierte Ziele. Dafür würde er einiges in Kauf nehmen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rehm: "Ein unheimlich intensives Jahr 2019"

Rüdiger Rehm an der Seitenlinie
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Als der Abpfiff nach dem 1:0-Erfolg ertönte, ballte Rüdiger Rehm seine Fäuste und brüllte seine Erleichterung in den Karlsruher Abendhimmel: "Ja, Mann", ließ sich von seinen Lippen ablesen. Was folgte war ein breites Grinsen, intensive Umarmungen und das Gefühl, dass von den Schultern des SVWW-Trainers in jenem Moment eine Last abgefallen war.

"Nach sieben Spieltagen hat uns keiner mehr auf der Rechnung gehabt und da haben wir uns geschworen, wir kämpfen uns ran", sagte Rehm später. Das hat das Team geschafft – denn aus den letzten vier Partien hat der Wehen Wiesbaden sieben Punkte geholt, die Nicht-Abstiegsplätze sind in Sichtweite und das gute Gefühl vor der Winterpause zurück.

Mit Entwicklung zum Klassenerhalt

"Das war ein unheimlich intensives Jahr 2019, aber mit dem Aufstieg auch ein schönes. Ich glaube, wir haben es versöhnlich abgeschlossen", freute sich Rehm. Und nach ein paar freien Tagen für seine Spieler und sich, hat der Coach für 2020 nur ein Ziel. "Wir müssen eine bessere Rückrunde spielen. Wir werden uns entwickeln, wir werden besser werden und wenn wir das schaffen, werden wir auch mehr Punkte holen."

Damit der SVWW nicht nach nur einer Saison im Bundesliga-Unterhaus zurück in die Dritte Liga muss. Das wäre nicht nur für Coach Rehm der Worst Case. Es würde auch den Verein zurückwerfen, den Entwicklungen der vergangen Jahre ein jähes Ende setzen. "Es ist unser Ziel, in dieser Liga zu bleiben. Wir sind durch das kleinste Nadelöhr hineingeschlüpft", so Rehm.

Noch einmal Relegation?

Jenes kleinste Nadelöhr war die Relegation, gegen Ingolstadt, zwei nervenaufreibende Partien – mit dem besseren Ende für den SVWW. "Wenn wir es schaffen, drei Mannschaften hinter uns zu lassen, wäre es traumhaft - aber im Notfall nehmen wir auch die Relegation noch einmal in Kauf", sagte Rehm. "Jetzt sind wir dran, wir haben den Anschluss geschafft." Für mehr als den Anschluss braucht der SVWW auch im neuen Jahr noch mehr erlösende Schlusspfiffe.