Rüdiger Rehm lächelt

Wollen die Fußball-Clubs mit Geisterspielen wieder in den Liga-Alltag starten, geht das nur mit Zustimmung aus der Gesellschaft. SVWW-Coach Rüdiger Rehm ist sich dessen bewusst, findet Vergleiche in der Debatte aber nicht hilfreich.

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zum hr-fernsehen.de Video Bundesliga-Fußball – Zurück zur Normalität?

Tippkick-Spieler auf einem Spielfeld mit dem Schriftzug "Corona"
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Es geht um die Art und Weise. Das ist in den vergangenen Tagen auch im Fußball-Business jedem bewusst geworden. Wollen die Bundesliga und die 2. Bundesliga in naher Zukunft mit Geisterspielen und unter strengen Hygiene-Vorschriften in den Liga-Betrieb zurückkehren, geht das nur mit der Unterstützung der Gesellschaft. Rüdiger Rehm, Trainer des SV Wehen Wiesbaden, hat das schon längst verstanden. "Mir geht es darum, dass es alle schaffen, wieder in die Normalität zu kommen", betonte der 41-Jährige daher auch am Montagabend im heimspiel! des hr-fernsehens.

Auch Rehm sieht die Ambivalenz in einer möglichen Spiel-Fortsetzung. Während die Fußballprofis dann Woche für Woche Zweikämpfe, Grätschen und Körperkontakt suchen sollen und dürfen, bleibt die ganz normale Kickerei für Kinder und Jugendliche auf dem Rasen vor der Haustür verboten. Das zu vermitteln, wird ein schwieriger Spagat.

Rehm: Am besten Sport- und Spielplätze wieder auf

"Ich hätte nichts dagegen, wenn wir noch zwei Monate kein Fußball spielen können, aber morgen dafür die Spielplätze wieder aufmachen können", sagt Rehm. Die eigentliche Diskussion sei aber eine andere: "Es geht darum, wie wir sowohl die Sportplätze als auch die Spielplätze wieder aufkriegen." Sachen mit- und gegeneinander abzuwiegen, wäre nicht der richtige Weg, ist sich der Fußball-Lehrer sicher.

Rehm betonte zudem, dass der Fußball nur versuche, wieder zurück in die Spur zu finden. "Ich sehe keine Sonderrolle. Alle Wirtschaftszweige müssen sehen, wie sie am besten wieder ins Leben reinkommen." Und für die Mannschaften im Fußball geht dieser Weg nur über Geisterspiele - und Überzeugungskraft.