Aigner im Spiel in Hannover

Der SV Wehen Wiesbaden hat am Samstag in Hannover lange an einem Sieg geschnuppert. In einer packenden Schlussphase standen die Zeichen dann aber plötzlich auf Niederlage, bis Benedikt Röcker zum Matchwinner avancierte.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW holt späten Punkt

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Der SV Wehen Wiesbaden hat im Kellerduell bei Hannover 96 einen Last-Minute-Punkt geholt. Das Team von Trainer Rüdiger Rehm, der gesperrt auf der Tribüne Platz nehmen musste, hatte bis zur 83. Minute geführt. Dann trafen Genki Haraguchi und Cedric Teuchert (87.) binnen weniger Minuten für die 96er. Stefan Aigner hatte den SVWW in der ersten Halbzeit in Führung gebracht (37.). Für den späten 2:2-Ausgleich sorgte Benedikt Röcker (90.).  

"Es macht uns stolz, weil wir als Mannschaft eine gute Moral gezeigt haben", sagte Maximilian Dittgen und freute sich, dass das Team in den vergangenen Monaten zusammengewachsen sei. "Für uns ist der Punkt enorm wichtig. Wir nehmen den mit und versuchen, zu Hause nachzulegen", sagte Teamkollege Manuel Schäffler. "Wir hätten heute auch einen Sieg verdient gehabt." Entscheidend sei zudem nicht der aktuelle Tabellen-Platz 14. "Es ist wichtig, dass wir nach 34 Spieltagen über dem Strich stehen. Wir müssen dafür hart arbeiten, härter als andere", so Schäffler.

Aigner besorgt die Führung

Den besseren Start in die Partie hatten allerdings die Gastgeber erwischt und übernahmen nach der offensiven Anfangsphase beider Teams zusehends das Heft des Handelns. Die Folge: Die 96er drückten den SVWW tief in die eigene Hälfte und hätten durch den Ex-Frankfurter Marc Stendera nach gut einer halben Stunde in Führung gehen können, doch SVWW-Schlussmann Heinz Lindner klärte mit einer Faust-Abwehr (33.).

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schäffler: "Hätten Sieg verdient gehabt"

dpa Rehm
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Und seine Vorderleute? Die ließen sich durch den Druck der Gastgeber nicht beeindrucken, verteidigten konsequent und agierten vor dem Tor eiskalt. Nach einer Ecke chippte Daniel-Kofi Kyereh den Ball in den Strafraum, Aigner drückte ihn über die Linie – 1:0 (37.). Hannover versuchte sich noch vor der Halbzeit an einer Trotzreaktion – doch Marvin Ducksch (43.) und Felipe (45.) blieben bis zum Pausenpfiff glücklos.

Wilde Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel sahen die 22.000 Zuschauer im Stadion unweit des Maschsees, was sie bereits aus dem ersten Durchgang kannten: Die Gastgeber liefen an, der SVWW verteidigte – und das mit beeindruckender Konsequenz. Die Angriffe der 96er endeten so weit vor dem Tor des SVWW oder am Aluminium, wie der Kopfball von Jannes Horn (58.).

Doch die Hausherren erhöhten zunehmend den Druck – und das zahlte sich aus. Haraguchi versuchte es in der umkämpften Schlussphase einfach mal aus der Distanz und traf (83.). Und damit nicht genug – nur etwas mehr als drei Minuten später zirkelte Teuchert den Ball erneut über die Linie (87.). Der SVWW schien geschlagen – doch damit hatten vor allem die Hannoveraner Fans die Rechnung ohne Röcker gemacht. Denn der nutzte das Durcheinander in der 96er-Abwehr in der Schlussminute zum späten Ausgleich – 2:2. Der SVWW springt in der Tabelle damit auf Rang 14.

Weitere Informationen

Hannover 96 - SV Wehen Wiesbaden 2:2 (0:1)

Hannover: Zieler - Korb, Elez, Felipe, Horn (86. Albornoz) - Kaiser (78. Soto), Anton, Maina, Haraguchi, Stendera (61. Teuchert) - Ducksch   
                             
Wiesbaden: Lindner - Kuhn (46. Lorch), Mockenhaupt, Dams, Röcker, Schwede - Chato, Aigner (72. Schipnoski), Kyereh (81. Gül) , Dittgen - Schäffler                
                               
Tore: 0:1 Aigner (37.), 1:1 Haraguchi (83.), 2:1 Teuchert (87.), 2:2 Röcker (90.)              
Gelbe Karten: Felipe - Schipnoski, Kyereh                                       
                                      
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)        
Zuschauer: ca 22.000      

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