Rüdiger Rehm (rechts) und sein Co-Trainer Mike Krannich

Der gesperrte Trainer Rüdiger Rehm vom SV Wehen Wiesbaden weiß selbst noch nicht, wo er das Spiel am Samstag in Hannover verfolgen wird. Was er weiß: dass die Partie ein hartes Stück Arbeit wird.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rehm: "Ich trete niemandem respektlos gegenüber"

Rüdiger Rehm, Trainer des SV Wehen Wiesbaden
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Wo Rüdiger Rehm am Samstag seine Spielsperre absitzen wird, hat der Trainer des SV Wehen Wiesbaden noch nicht entschieden. "Es gibt Wichtigeres", betonte der 41-Jährige, der sich beim 1:0-Heimsieg seines Teams über Erzgebirge Aue am Dienstag die fünfte Gelbe Karte in dieser Saison eingehandelt hatte und der in der Pressekonferenz vor dem Spiel in Hannover am Samstag (13 Uhr) eigentlich gar nichts mehr zu seiner Sperre sagen wollte.

Auf der Tribüne oder nicht?

Eigentlich. Denn auf Nachfrage sprudelte es doch aus ihm heraus: "Ich trete niemandem respektlos gegenüber. Das einzige, was ich mache, ist meine Mannschaft mit sehr viel Leidenschaft zu pushen." Der frühere Profi fügte hinzu: "Deshalb machen wir diesen Sport. Wenn wir leidenschaftslos an der Linie stehen sollen, bin ich das nicht, dann muss es jemand anderes machen. Ich werde meine Art nicht verändern."

Der Aufenthalt im Innenraum ist in Hannover für Rehm verboten. Mehr über seine Strafe, etwa ob er auf der Tribüne sitzen darf oder nicht, weiß der Trainer über die unwillkommene Premiere einer Gelbsperre für einen Vertreter seiner Zunft nicht. "Ich warte mal ab, was mich am Samstag erwartet", sagte Rehm.

Eine neue Regel besagt, dass ein Coach nach vier Verwarnungen eine Partie lang auf der Tribüne Platz nehmen muss. Sie trat allerdings erst in Kraft, nachdem Rehm am dritten Spieltag gegen Hannover 96 schon die erste kassiert hatte. Am kommenden Spieltag wird er von seinem Co-Trainer Mike Krannich vertreten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rehm: "Es kommt ein großer Klotz auf uns zu"

SVWW-Trainer Rüdiger Rehm beim Interview
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"Hannover hat ein paar Problemchen"

Gegner Hannover 96 hat mit dem 0:1 in Regensburg einen Fehlstart in das neue Jahr hingelegt, mit einem Sieg würde der SVWW in der Tabelle sogar an den Niedersachsen vorbeiziehen. "Das ist ein großer Klotz, der auf uns zukommt", warnt Rehm dennoch. "Gerade im Moment haben sie ein paar Problemchen, aber sowas kann natürlich auch mobilisieren."

Verzichten müssen die Wiesbadener auch auf Kapitän Sebastian Mrowca, der gegen Aue mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war. Seinen Platz in der Rechtsverteidigung könnten Sascha Mockenhaupt oder der wiedergenesene Moritz Kuhn einnehmen.

So könnte der SVWW in Hannover spielen