SVWW-Sportdirektor Christian Hock hat zwei ambitionierte Ziele: Kader verstärken und das Stadion füllen.
SVWW-Sportdirektor Christian Hock hat zwei ambitionierte Ziele: Kader verstärken und das Stadion füllen. Bild © Imago

Nach dem Partymarathon kommt harte Arbeit auf Christian Hock zu. Der Sportdirektor des SV Wehen Wiesbaden muss den Kader auf die Herausforderung 2. Liga ausrichten - und hofft bei der Mission Klassenerhalt auch auf die Unterstützung des Publikums.

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Christian Hock

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Christian Hock: "Wir wollen uns qualitativ verbessern"

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3.152 Zuschauer schauten im Schnitt bei den Partien des SV Wehen Wiesbaden in der 3. Liga vorbei. Ausverkauft war das rund fünf Minuten vom Wiesbadener Hauptbahnhof entfernte Stadion in der Spielzeit 2018/19 nicht einmal. Erst im Endspurt fanden mehr Besucher den Weg in die hessische Landeshauptstadt, im Relegationshinspiel gegen den FC Ingolstadt (1:2/3:2) waren über 7.000 Zuschauer vor Ort. Sportdirektor Christian Hock hat im Gespräch mit dem hr1-heimspiel! seinen Wunsch für die kommende Saison geäußert: "Wir hoffen, dass das Stadion in jedem Heimspiel ausverkauft ist."

Attraktive Gegner sollen für volles Haus sorgen

Ein ambitioniertes Vorhaben, doch die zu erwartenden Gegner sind attraktiv und prominent: Hamburger SV, Hannover 96, VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg oder auch FC St. Pauli sowie ein Hessenderby gegen den SV Darmstadt 98. "Wir haben mit guten Leistungen in den letzten Wochen und Monaten eine gewisse Euphorie entfacht. Es ist cool geworden, zum SV Wehen Wiesbaden zu gehen", so Hock, der diese Begeisterung "aufrecht erhalten" will.

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Proeckl SVWW

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Wehen Wiesbaden wird trotz Umbauphase höchstwahrscheinlich am gewohnten Standort spielen dürfen. Dies teilte ein Pressesprecher der hr-sport auf Nachfrage mit. Das Stadion umfasst aktuell zwar nur eine Kapazität von 9.000 Zuschauern und ist somit von den in der 2. Liga vorgegebenen 15.000 Plätzen weit entfernt. Allerdings sollte die DFL bei den Bau-Fortschritten nichts zu bemängeln haben und somit die Sondergenehmigung erteilen.

Spielerische Weiterentwicklung als Ziel

Doch unabhängig davon, wo der SVWW antritt, will Hock kein Ziel in Form eines Tabellenplatzes ausgeben und forderte stattdessen: "Wir wollen begeisternden Fußball spielen und uns Jahr für Jahr weiterentwickeln." Damit das gelingen kann, benötigt der mit wenig Zweitligaerfahrung ausgestattete Kader aber Verstärkung.

Die Verpflichtung von Michael Guthörl, der von der zweiten Mannschaft von Greuther Fürth kam, ist ein Beispiel für den Weg des SVWW: "Mit ihm haben wir einen jungen Spieler dazugeholt, der von hinten Druck macht und als Backup für Moritz Kuhn da ist."

Verstärkungen für alle Mannschaftsteile gesucht

Doch alleine mit unerfahrenen Talenten wird ein Klassenerhalt in der prominent besetzten Liga schwer, weshalb Hock noch weitere Transfers plant: "Wir werden versuchen, uns in allen Mannschaftsteilen qualitativ nach vorne zu entwickeln." Damit der Aufenthalt in der 2. Liga nicht nur ein Kurzbesuch wird.