Protestiernde SVWW-Spieler im Dresdner Stadion

Fußball-Zweitligist SV Wehen Wiesbaden lässt sich Verlauf und Ausgang der Partie bei Dynamo Dresden nicht gefallen und legt Protest ein. Hintergrund ist eine umstrittene Entscheidung des Schiedrichters und seines Video-Assistenten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hock über VAR-Entscheidung: "Für uns völlig unverständlich"

Christian Hock im Interview
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Der SV Wehen Wiesbaden legt Protest beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen die Wertung der 0:1-Niederlage bei Dynamo Dresden ein. Dies bestätigten ein Sprecher des Zweitliga-Aufsteigers und der DFB am Montag. Wehen hatte die Partie am Freitag mit 0:1 verloren – nach einem umstrittenen Einsatz des Video-Schiedsrichters (VAR).

Die Wiesbadener waren durch Manuel Schäffler (26. Spielminute) vermeintlich in Führung gegangen. Doch weil der Ball bei einem Dynamo-Angriff zuvor auf der anderen Seite des Platzes im Toraus war, gab Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) den Treffer nach einem Hinweis des Video-Schiedsrichters in Köln nicht und entschied auf Abstoß für Wiesbaden. Die Gäste hatten sich danach bitterlich beklagt.

SVWW begründet Einspruch

Dass Übersehen wurde, dass der Ball bereits im Toraus war, führte zunächst zu einem Vorteil für Dynamo und nicht für uns. Zudem ist dies dann aus unserer Sicht eine neue Spielsituation", begründete ein Vereinssprecher diesen Schritt. "Wir sind zwar der Überzeugung, dass der VAR mit bestem Wissen mit einem entsprechenden Regelwerk eingeführt worden ist, dieses muss aber einer dauerhaften Überprüfung unterzogen werden. Dies wollen wir mit unserem Einspruch im Sinne des Fußballs erreichen."

Das zuständige DFB-Sportgericht werde zu gegebener Zeit über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden, teilte der Verband mit.

"Ein Fußballspiel wird völlig unnötig zerstört", hatte Trainer Rüdiger Rehm zuvor kritisiert. "Wir haben richtig gute Schiedsrichter, aber die werden kaputt gemacht dadurch, dass immer wieder eingegriffen und von irgendwoher irgendwas gesehen wird, was 25.000 im Stadion nicht gesehen haben." Der Schwede Alexander Jeremejeff erzielte in der 41. Minute das Tor des Tages für Dresden. Dynamo-Trainer Christian Fiel hatte eingeräumt: "Wir müssen dankbar sein, dass der Schiedsrichter so entschieden hat."