Schäffler feiert den Aufstieg, streckt die Arme von sich.
Manuel Schäffler (Mitte) Bild © Imago Images

Nach dem Abgang von Alf Mintzel ist Manuel Schäffler nun der Älteste beim SV Wehen Wiesbaden – mit gerade einmal 30 Jahren. Der Stürmer nimmt die Aufgabe an und will besonders den jungen Spielern helfen.

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Schäffler im Interview

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schäffler: "Ich fühl' mich noch nicht ganz so alt"

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Manuel Schäffler ist kein Lautsprecher. Wenn er hilft, Tipps gibt auf dem Trainingsplatz, ist das ruhig, ja fast zurückhaltend. Klar sind die Ansagen dennoch. Und sie werden beim SV Wehen Wiesbaden nach den Abgängen von Routinier Alf Mintzel (Karriereende) und Torwart Markus Kolke (Rostock) mehr denn je gebraucht. Schäffler ist nun der Senior im Team – mit gerade einmal 30 Jahren. Um ihn herum: viele junge Wilde. Davon viele neu beim SVWW. Schäffler nimmt sie an die Hand. Denn: "Ich kann extrem gut mit jungen Spielern. Das macht mir Spaß, sie besser zu machen und zu reizen."

Es liegt in Schäfflers Natur. "Ich versuche, voran zu gehen und die jungen Spieler zu führen. Das liegt mir. Ich helfe gerne jedem einzelnen", berichtet er im Trainingslager in Bad Gögging im Gespräch mit dem hr-sport. Viele Neuzugänge werden diese Führung von "Cheffe" und anderen brauchen – Spieler wie Cedric Euschen (21), Michael Guthörl (20) oder Dominik Franke (20). 

Schäfflers Rückkehr in die 2. Bundesliga

"Wir haben viele junge Spieler dazubekommen, die Qualität haben und ihr Potenzial in der zweiten Liga zeigen wollen", so Schäffler. Dass der Knipser selbst die Qualität hat, ist unbestritten. Vergangene Saison 16 Tore, ein Jahr zuvor 22, ein weiteres Jahr davor 14. Auf den Angreifer ist Verlass. Und dennoch dauerte es auch bei ihm länger, bis er es zurück in die 2. Bundesliga schaffte.

Im Januar 2014 wechselte der Stürmer einst aus Ingolstadt nach Kiel in die dritte Liga. Nun folgt die Rückkehr. "Ich habe damals einen Schritt zurück gemacht, um einen voranzugehen. Und ich bin froh, dass ich genau diesen Schritt gemacht habe", berichtet der 30-Jährige heute: "Es war immer mein Ziel, nochmal in der zweiten Liga zu spielen."

"Verein und ich wissen, was wir aneinander haben"

Dieses Ziel teilte er lange Zeit mit seinem Verein. Auch der SV Wehen Wiesbaden brauchte nach dem Abstieg 2009 etwas Zeit, um ins Fußball-Unterhaus zurückzukehren. Für beide – Schäffler und den SVWW – war eine Person für die Realisierung dieses Zieles enorm wichtig: Coach Rüdiger Rehm. 

"Ich habe einen Trainer gefunden, der genau weiß, wo er mich positionieren muss", berichtet der Angreifer. Schäffler zahlte es beständig mit Toren zurück – und kann daher berechtigterweise sagen: "Der Verein und ich wissen, was wir aneinander haben." Und im Laufe der Saison sollen das auch die neuen jungen Wilden bei den Hessen erfahren.