Der SV Wehen Wiesbaden jubelt über das 3:1.

Der SV Wehen Wiesbaden lässt sich von einem frühen Rückstand nicht beeindrucken und gewinnt ein spektakuläres Duell beim VfL Osnabrück. Der SVWW sendet somit ein wichtiges Zeichen im Keller der 2. Liga.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Der SV Wehen Wiesbaden gewinnt mit 6:2 in Osnabrück

Der SV Wehen Wiesbaden jubelt.
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Der SV Wehen Wiesbaden hat im Kampf um den Klassenerhalt am Freitagabend drei ganz wichtige Punkte beim VfL Osnabrück eingefahren. In einer spektakulären Partie drehten die Hessen einen frühen Rückstand innerhalb weniger Minuten. Die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm setzte durch das 6:2 (5:2) somit ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf.

SVWW antwortet auf Osnabrücker Blitzstart

Dabei ging es in der dritten Minute denkbar schlecht los für den SVWW: Ein Freistoß von Niklas Schmidt fand Marcos Alvarez, der die Latte traf. Doch Mitspieler Roman Girth hatte mitgedacht und das Leder per Kopf aus kürzester Distanz versenkt. Ein Schock für Wehen Wiesbaden? Von wegen! Die Hessen kamen beinahe im Minutentakt zu ihren Treffern. Aber der Reihe nach.

Stefan Aigner nutzte nur 138 Sekunden nach dem 0:1 einen Fehler im Osnabrücker Spielaufbau und legte auf den eiskalt vollendenden Manuel Schäffler quer (5.). Zwei Minuten später führte der SVWW bei windigen Verhältnissen und schwerem Geläuf: Ein Traumpass in die Tiefe fand erneut Schäffler, der Maximilian Dittgen zum 2:1 bediente (7.). "Wir kamen viel besser mit den Bedingungen zurecht. Das Spiel der Osnabrücker hat uns dann in die Karten gespielt", erkannte der Torschütze nach Abpfiff und

Wehen Wiesbaden nutzt jeden Fehler eiskalt aus

Der VfL war nun völlig von der Rolle und die Wiesbadener nahmen die Geschenke der Gastgeber dankbar an. Eine präzise Flanke von Dittgen landete auf dem Kopf von Aigner, der den Ausrutscher seines Gegenspielers Felix Agu nutzte (15.). Und der an diesem Abend ganz starke Flügelspieler war auch am vierten Tor beteiligt: Der früh eingewechselte Kevin Wolze rutschte beim Spielaufbau aus und Aigner passte auf Schäffler, der seinen zweiten Treffer erzielte (26.).

Die Partie nahm sich nur eine kurze Ruhepause und nahm kurz vor dem Pausentee noch einmal Fahrt auf. Schäffler schnürte den Dreierpack (45.), doch noch im Gegenzug erzielte Moritz Heyer den insgesamt siebten Treffer der ersten Halbzeit und stellte auf 2:5 (45.+2). Nach einer vergebenen Großchance von Alvarez gingen die Teams mit diesem Ergebnis in die Pause.

Der SVWW bleibt stets gefährlich

Weniger spektakulär, aber immer noch sehr offen verlief der zweite Durchgang. Erst vergab Schäffler (54.) die Vorentscheidung, dann nahm der Unparteiische Benedikt Kempkes einen Strafstoß nach Eingriff des Video-Schiedsrichters völlig zurecht zurück (59.). Daniel Kofi Kyereh kam zu Fall, doch Lukas Gugganig hatte zuvor den Ball gespielt.

Die Wehener brachten die Partie im Anschluss souverän über die Bühne und mussten nur noch bei einem Lattenschuss von Wolze (80.) kurz zucken. Stattdessen tauchte der ebenfalls sehr starke Kyereh in der Nachspielzeit vor dem Osnabrücker Tor auf und vollendete im Nachuss. Zumindest für eine Nacht springt der SVWW auf den Relegationsrang 16. Allerdings konnte die Rehm-Mannschaft durch den wichtigen Dreier den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze herstellen. "Wir haben uns die Brust freigeschossen", zog Dittgen ein positives Fazit.

Weitere Informationen

VfL Osnabrück - SV Wehen Wiesbaden 2:6 (2:5)

Osnabrück: Kühn - Heyer, Trapp, Gugganig - N.Schmidt, Köhler (46.Ajdini), Blacha (75.Heider), Agu (22. Wolze) - Alvarez, Girth, Henning
Wiesbaden: Lindner - Mrowca (46.Kuhn), Mockenhaupt, Dams, Röcker, Schwede - Chato - Aigner (84.Titsch-Rivero), Kyereh, Dittgen - Schäffler (78.Tietz)

Tore: 1:0 Girth (3.), 1:1 Schäffler (5.), 1:2 Dittgen (7.), 1:3 Aigner (15.), 1:4/1:5 Schäffler (26./45.), 2:5 Heyer (45.+2), 2:6 Kyereh (90.+2)

Gelbe Karten: N.Schmidt, Wolze/Mrowca, Mockenhaupt, Schwede
Schiedsrichter:
Kempkes (Thür)

Zuschauer:
15.200

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