Rüdiger Rehm

Englische Woche in der 3. Liga: Der SV Wehen Wiesbaden trifft am Dienstag auf den SV Meppen. Während der Gegner eine lange Zwangspause hinter sich hat, muss der SVWW schonend mit seinen Kräften umgehen.

"Sie werden mit einem dicken Hals zu uns kommen."

"Sie wurden ein paar Wochen im Käfig gehalten."

"Das können hungrige Löwen sein, die unbedingt zubeißen wollen."

Viel eindringlicher als Rüdiger Rehm kann ein Trainer wohl nicht vorm nächsten Gegner warnen. Wenn der SV Wehen Wiesbaden am Dienstag (19 Uhr) den SV Meppen empfängt, dann wird es für die Niedersachsen das erste Fußballspiel seit fast einem Monat sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SVWW verpasst Sieg bei Spitzenreiter Saarbrücken

SVWW SV Wehen Wiesbaden in Saarbrücken
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Drei coronabedingte Spielabsagen, mehrere positive Tests im eigenen Kader sowie eine 14-tägige Quarantäne führten zu einer mehrwöchigen Zwangspause. Die Mannschaft von Trainer Torsten Frings (2017 knapp ein Jahr lang Coach bei Zweitligist Darmstadt 98) stand zuletzt am 31. Oktober auf dem Drittliga-Rasen, damals gab es in 0:3 bei Dynamo Dresden.

Training ist bei den Emsländern erst seit dem vergangenen Mittwoch wieder angesagt. Ein Vorteil für den SVWW?

"Für den Gegner ist das sicherlich keine optimale Situation", sagt Rehm. "Man muss abwarten, was sie am Dienstag auf die Platte bringen. Wir können das nicht beeinflussen." Umso mehr Einfluss will der Zweitliga-Absteiger dafür auf die eigene Leistung nehmen.

Spektakel und Mängel beim 3:3 in Saarbrücken

In dieser Englischen Woche, die die Landeshauptstädter am kommenden Samstag (14 Uhr) auch noch nach Unterhaching führt, lautet das Motto allerdings: Weniger ist mehr. Rehm will und muss die Belastung reduzieren und auf Regeneration setzen.

Statt kicken auf dem Platz ist Vorbereitung abseits des Feldes angesagt. Stichwort: Videoanalyse. Und da gibt es in Wiesbaden seit dem vergangenen Wochenende jede Menge Anschauungsmaterial.

Beim 3:3 in Saarbrücken gab es am Samstag schließlich nicht nur Offensivspektakel um Dreifach-Torschütze Maurice Malone (Rehm: "Er ist einer, die nie zufrieden ist, immer mehr will"), sondern auch Mängel in der Defensivarbeit.

SV Meppen kommt als Tabellenletzter

"Wir müssen mit dem Punkt leben" urteilt der SVWW-Coach deshalb rückblickend. "Es war ein gerechtes Unentschieden." Gegen Meppen (nur zwei Siege und neun Tore in acht Spielen) soll es wieder mehr werden.