Erstes Spiel, erste Niederlage: Gegen Mit-Aufsteiger Karlsruhe startet der SV Wehen Wiesbaden alles andere als erfolgreich in die neue Zweitliga-Saison. Mehr als einen Last-Minute-Anschlusstreffer gibt es aus hessischer Sicht nicht zu bejubeln.

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Der SVWW kassiert gegen den KSC das 0:2.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wehen Wiesbaden verpatzt Zweitliga-Auftakt

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Der SV Wehen Wiesbaden ist mit einer Niederlage in die neue Zweitliga-Saison gestartet. Die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm verlor am Sonntag das Aufsteiger-Duell gegen den Karlsruher SC mit 1:2 (0:1). Während die Hessen offensiv über weite Strecken der Partie nicht viel zustande brachten, nutzten Marvin Pourié (15. Spielminute) und Philipp Hofmann (61.) die Karlsruher Chancen eiskalt aus. Der Anschlusstreffer durch Daniel-Kofi Kyereh (90.+3) kam zu spät.

"Wir waren zu langsam, haben zu wenig direkte Duelle gewonnen", bilanzierte Abwehrspieler Sascha Mockenhaupt. "Aber wir sind eine Mannschaft, die weiß, dass es nicht unbedingt auf den Saisonstart ankommt. Wir wissen schon, dass noch 33 Spiele zu gehen sind. Das ist kein Dämpfer für uns."

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Die Pressekonferenz nach dem Spiel des SVWW gegen den KSC

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Erster KSC-Angriff zu schnell für den SVWW

Es dauerte gerade einmal eine Viertelstunde, da war der SVWW voll und ganz in der zweiten Liga angekommen. Allerdings auf die unsanfte Art. Mit einem ihrer ersten, etwas zwingender vorgetragenen Angriffe kamen die Gäste zur Führung: eine Flanke von Marc Lorenz von der linken Seite, eine Kopfballverlängerung durch Daniel Gordon – und in der Strafraummitte musste Pourié aus sieben Metern Entfernung nur noch den Fuß hinhalten. Das ging zu schnell für den Aufsteiger aus der hessischen Landeshauptstadt.

Alles andere als schnell lief hingegen das eigene Offensivspiel ab. Wehen Wiesbaden war zwar sichtbar um Ballbesitz und Spielkontrolle bemüht, nach vorne ergaben sich aber weder brauchbare Laufwege noch nennenswerte Annäherungen ans gegnerische Tor. Ein Schussversuch von Kyereh (26.) sowie ein Freistoß von Moritz Kuhn (45.+1) waren noch die besten Ansätze.

Erwachen nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das bis dato überschaubare Niveau der Partie – was auch an den Hausherren lag, die nun endlich zu ihrer ersten eigenen Chance kamen. Bei einem satten Linksschuß von Neuzugang Michel Niemeyer war KSC-Torwart Benjamin Uphoff bereits geschlagen, doch Damian Roßbach stand auf der Linie goldrichtig und wehrte den Ball mit der Brust ab (55.).

Die Hoffnung aller SVWW-Fans, diese Möglichkeit könnte eine Initialzündung für den Ausgleich oder sogar mehr sein, verpuffte allerdings nur sechs Minuten später. Bei einer Ecke von der rechten Seite stahl sich Hofmann aus Kyerehs Bewachung und wuchtete das Leder mit dem Kopf zum 2:0 für Karlsruhe über die Linie.

Kyerehs Tor kommt zu spät

Diesen Rückstand konnte Wehen Wiesbaden nicht mehr aufholen. Auch deshalb nicht, weil Uphoff die beste Gelegenheit vereitelte, als er einen Schuss des eingewechselten Jeremias Lorch mit einem starken Reflex über die Querlatte lenkte (76.). Der Treffer zum 1:2 durch Kyereh war nicht mehr als die berühmte Ergebniskosmetik (90.+3). Fazit: Verdiente Niederlage für den SV Wehen Wiesbaden, der in 90 Minuten zu wenig Torgefahr entwickeln konnte.

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SV Wehen Wiesbaden - Karlsruher SC 1:2 (0:1)

Wiesbaden: Watkowiak - Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Niemeyer - Gül (75. Lorch), Mrowca - Dittgen Shipnoski (59. Tietz) - Schäffler  (68. Ajani), Kyereh

Karlsruhe: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Fröde, Wanitzek - Camoglu (46. Stiefler), Lorenz (85. Carlson) - Hofmann, Pourie (85. Djuricin)

Tore: 0:1 Pourie (15.), 0:2 Hofmann (61.), 1:2 Kyereh (90.+3)
Gelbe Karten: Shipnoski, Schäffler / Thiede, Pisot

Schiedsrichter: Dingert (Gries)
Zuschauer: 6.871

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