SVWW-Trainer Rüdiger Rehm jubelt mit seinen Spielern.

Der SV Wehen Wiesbaden ist in der 3. Liga oben dabei, obwohl zum Saisonstart noch nicht alles gepasst hat. Eine Bestandsaufnahme mit Trainer Rüdiger Rehm.

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Audioseite Rehm: "Mit 18 Punkten stehen wir ganz gut da"

SVWW-Trainer Rüdiger Rehm
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18 Punkte aus 11 Spielen, Platz 5 in der Tabelle - das sind die nüchternen Zahlen des SV Wehen Wiesbaden in der 3. Liga aktuell. Ein erstes Fazit? "Gemischt", so Rüdiger Rehm im Gespräch mit dem hr-sport. "Aber mit positiver Richtung."

Rehm: Haben noch Luft nach oben

Positiven Erlebnissen wie dem Last-Minute-Sieg in Osnabrück oder dem 4:0-Kantersieg in Würzburg stehen immer wieder Rückschläge entgegen - beispielsweise bei den Heimniederlagen gegen Magdeburg und die Zweitvertretung des BVB. Beim wilden 4:3-Sieg in Saarbrücken folgte auf 45 starke Minuten ein Einbruch, der fast noch den sicher geglaubten Sieg gekostet hätte. "Wir hatten gute Spiele drin und schlechte, vor allem auch gute und schlechte Halbzeiten. Es war ein bunter Mix", bilanzierte Rehm dementsprechend.

Als einen Grund führt er den großen Umbruch im Sommer an - 11 Spieler kamen neu dazu, 13 verließen den Verein. "Dafür, dass wir das Gesicht der Mannschaft verändert haben, können wir mit 18 Punkten nach 11 Spieltagen leben, das ist okay", so der Coach. "Wir wissen, dass wir noch nicht in allen Bereichen perfekt abgestimmt sind und noch Luft nach oben haben."

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Kein Testspiel wegen Krankheitswelle

Das für Donnerstag geplante Testspiel des SV Wehen Wiesbaden gegen Darmstadt 98 musste abgesagt werden. Schuld daran ist eine Krankheitswelle: Gleich acht SVWW-Spieler waren im Laufe der Woche erkältet (kein Corona). Dazu sind Gustaf Nilsson (Bauchmuskulatur) und Johannes Wurtz (Gesäß) angeschlagen.

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In Heimspielen hakt es noch

Zum Beispiel in Heimspielen, in denen der SVWW nur fünf Punkte aus fünf Spielen einheimsen konnte. Von einer Heimschwäche will Rehm allerdings nichts wissen. "Ich sehe diese Negativphase nicht. Wir hatten mit Dortmund und Magdeburg zwei sehr gute Gegner zuhause, dazu auch schon 1860." Auswärts sind die Wiesbadener dagegen aktuell das beste Team der Liga.

Und einer ist im SVWW-Trikot in dieser Saison so richtig durchgestartet: Gustaf Nilsson, der aktuell mit acht Treffern die Torjägerliste der 3. Liga anführt. "Wir hatten in den letzten Jahren ja immer einen ganz guten Torjäger. Es ist schon auch unser Spielstil, der dem Stürmer entgegenkommt", erklärte sein Trainer, der dem Schweden nach seiner schwierigen ersten Halbserie in Wiesbaden die entsprechende Zeit gegeben hat. "Wir wussten schon, was wir da vorne für eine Rakete haben und dass wir aus ihm was machen können, sonst hätten wir ihn auch nicht geholt. Im Moment ist er auf einem sehr guten Weg."

Hoffnung auf die Top fünf

Und auf welchem Weg ist der SVWW? "Wir müssen gucken, dass wir unsere Hausaufgaben machen und uns optimieren. Wenn das gelingt, werden wir hoffentlich auch unter den ersten Fünf dabei sein", so Rehm, der in seinen viereinhalb Jahren im Verein schon so einige Höhen und Tiefen erlebt hat. "Und dann kommt es am Ende immer auf Kleinigkeiten an." Nach der Länderspielpause geht es für die Wiesbadener mit dem Spiel bei Türkgücü München weiter (17. Oktober, 13 Uhr).