Großer Jubel bei der HSG Wetzlar und der MT Melsungen

Krise? Welche Krise? Die beiden hessischen Teams in der Handball-Bundesliga, MT Melsungen und HSG Wetzlar, haben am Donnerstagabend fulminante Siege eingefahren - jedes auf seine ganz eigene Weise.

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zum Video HSG Wetzlar gegen SC Magdeburg: die spannende Schlussphase

Jubel bei der HSG Wetzlar
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Als Nationalspieler Kai Häfner sich ein weiteres Mal durchgetankt und den Ball für die MT Melsungen im Tor versenkt hatte, brachen in der Rothenbach-Halle in Kassel alle Dämme. Der Treffer zum 30:26 gut zwei Minuten vor Schluss machte den Sieg gegen die haushoch favorisierten Rhein-Neckar Löwen klar, Häfner segelte bäuchlings jubelnd über den Hallenboden und die 4.300 Zuschauer hatten den schwierigen Saisonstart ihrer Mannschaft längst verdrängt.

"Kaum ein Haar in der Suppe" bei der MT

Trainer Heiko Grimm war nach nur wenigen Saisonspielen angezählt, hat das Ruder aber inzwischen herumgerissen. Mit zwei Siegen in Folge war das Team in die schwere Aufgabe gegen die Rhein-Neckar Löwen gegangen. Und mit dem am Ende deutlichen 31:26 gelang tatsächlich der dritte Streich.

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Spielbericht Melsungen gegen die Rhein-Neckar Löwen

Einen Spielbericht zur Partie MT Melsungen gegen die Rhein-Neckar Löwen finden sie auf sportschau.de.

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Nach einer ausgelichenen ersten Halbzeit (14:14) zog die MT zu Beginn der zweiten Halbzeit davon, auch ein zwischenzeitlicher Anschlusstreffer brachte die Nordhessen nicht mehr aus dem Tritt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grimm: "Wir haben eine überragende Leistung gebracht"

Heiko Grimm applaudiert
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"Man kann kaum ein Haar in der Suppe finden", sagte Grimm nach dem Spiel. "Wir haben eine überragende Leistung gebracht." Geschäftsführer Axel Geerken pflichtete bei: "Wir sind alle von der Mannschaft begeistert, vor zwei Wochen sah das noch ganz anders aus. Daran sieht man, dass es gut ist, auch in schlechten Phasen die Ruhe zu bewahren."

Bei der HSG ist alles "geil"

Bei der HSG Wetzlar stürzten sich nach der Schlusssirene alle auf Torhüter Till Klimpke. In einem Herzschlagfinale, bei dem die HSG kurz vor Schluss noch zwei Siebenmeter vergeben hatte, war er es, der das 29:28 festhielt - mit einer Parade wenige Sekunden vor Ende. "Einfach geil", sagte HSG-Trainer Kai Wandschneider. "Magdeburg zu schlagen, ist schon etwas ganz Besonderes." Zwischenzeitlich hatte seine Mannschaft sich bereits eine Fünf-Tore-Führung erspielt, die kurz vor Schluss noch mal bedenklich geschrumpft war.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kneer: "Wir haben uns das Glück verdient"

Stefan Kneer von der HSG Wetzlar
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Klimpke, mit 17 Paraden der überragende Mann, fand ähnliche Worte wie sein Trainer: "Es war nur geil das Spiel, der Sieg." Rückraumspieler Stefan Kneer war da analytischer unterwegs: "Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Am Ende haben wir uns das Glück auch verdient", sagte der HSG-Spieler.

Die beiden hessischen Teams stehen in der Tabelle nun einträchtig auf den Plätzen fünf und sechs, mit jeweils 9:5 Punkten aus den ersten sieben Spielen. Am 13. Oktober steht das Hessen-Duell in Wetzlar auf dem Programm.