Szene aus der Partie Melsungen gegen Wetzlar

Die Handball-Bundesliga berät am Montag, wie die Saison in Zeiten von Corona weitergehen soll. An einen Abbruch mag im Moment niemand denken. Die HSG Wetzlar warnte vor einem "unternehmerischen Schiffbruch".

Die Handball-Bundesliga (HBL) plant aufgrund der Corona-Pandemie derzeit noch keine Annullierung der Saison. "Wir werden morgen nicht abbrechen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Montag (11 Uhr) schalten sich die Geschäftsführer der 18 Bundesliga-Clubs in einer Telefonkonferenz zum Umgang mit der Krise zusammen.

Zuletzt hatte die HBL die Saison bis mindestens 22. April ausgesetzt. "Wir werden morgen unter anderem eine Empfehlung abgeben, wie man die wirtschaftlichen Risiken abmildern kann. Wir werden auch einen Fahrplan für die Spieltagsplanung abgeben", sagte der 55-Jährige. Den HBL-Clubs droht ein hoher finanzieller Schaden.

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HSG Wetzlar sieht "extrem bedrohliche Situation"

"Viel gravierender ist, dass die Planung für die kommende Saison derzeit in Zweifel steht. Es werden keine Dauerkarten verkauft, auch Sponsoren halten sich zurück." Bei einigen Clubs könnte das an die Existenz gehen. "Ich hoffe, dass wir alle Clubs im Herbst wiedersehen", sagte Bohmann.

Die HSG Wetzlar teilte am Sonntag mit, dass die Situation unter ökonomischen Aspekten "extrem bedrohlich" ist. Durch den Ausfall der Spiele blieben "überlebensnotwendige Einnahmen" aus, ungeplante Ausgabe stünden dem gegenüber. "Wir müssen aufpassen, dass wir keinen unternehmerischen Schiffbruch erleiden", warnte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp und appellierte an die Solidarität und Loyalität von Fans, Sponsoren und der Politik.