Handball Symbolbild

In den kommenden Tagen sollen die Handball-Bundesligisten darüber entscheiden, was mit der aktuell unterbrochenen Saison passiert. Dabei sind auch die MT Melsungen und die HSG Wetzlar gefragt.

Die Entscheidung über einen Abbruch der Bundesliga-Saison im Handball fällt im Abstimmungsverfahren. Wie Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann mitteilte, beschloss die Liga am Donnerstag in einer Telefonkonferenz ein "Umlaufverfahren über die Fortsetzung der Saison". Alle Bundesligisten sollen auf diesem Wege schriftlich über Abbruch oder Fortsetzung bis Anfang kommender Woche votieren, so Bohmann. Für eine Entscheidung brauche es eine Zweidrittelmehrheit.

Wertung im Abbruch-Fall noch unklar

"Ich bin persönlich ein Freund des Weiterspielens und sehe dafür auch Möglichkeiten", sagte Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin. "Ich habe der Liga einen Vorschlag unterbreitet, wie ein Szenario aussehen könnte." Über die Inhalte bewahrte er Stillschweigen. Nach SID-Informationen sieht der Plan vor, dass alle 18 Bundesligisten im Juni an einem Ort zusammen kommen und innerhalb kürzester Zeit die verbleibenden Spiele absolvieren sollen.

Bohmann gab sich zurückhaltender: "Grundsätzlich sehe ich es als viel besser an, wenn es eine sportliche Entscheidung geben würde und tatsächlich zuende gespielt werden könnte, aber da müssen wir uns auch einfach den Wirklichkeiten stellen", sagte er. Wie die Saison im Falle eines Abbruchs gewertet würde, konnte Bohmann noch nicht sagen. Hanning sprach derweil im Falle eines Saisonabbruchs von einer Entscheidung diesbezüglich innerhalb des Ligapräsidiums.

Melsungen und Wetzlar sind vorbereitet

Bei den hessischen Vereinen bereitet man sich bereits auf einen möglichen Saison-Abbruch vor. In einem Schreiben wandte sich die MT Melsungen bereits am Mittwoch an ihre Fans, um mögliche Verfahrensweisen in einem solchen Fall zu kommunizieren.

Auch Björn Seipp, Geschäftsführer der HSG Wetzlar, hatte ebenfalls am Mittwoch einen Abbruch der Handball-Bundesligasaison der Männer nicht mehr ausgeschlossen. "Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir eine Entscheidung brauchen", sagte er dem Radiosender FFH.