Das von Corona geplagte deutsche Team hat im letzten EM-Gruppenspiel eine starke Leistung gezeigt. Von den hessischen Spielern stand dabei allerdings nur noch einer auf der Platte.

Audiobeitrag

Audio

Golla: "Sowas hat noch keiner von uns erlebt"

Johannes Golla im Spiel gegen Polen
Ende des Audiobeitrags

Neun Corona-Fälle, nur noch ein Torwart – und trotz dieses Rumpf-Teams leben die EM-Hoffnungen mehr denn je weiter: Deutschlands extrem dezimierten Handball-Team ist im abschließenden Vorrundenspiel der Europameisterschaft eine kleine Sensation gelungen. Obwohl der DHB-Auswahl gerade mal 14 Spieler zur Verfügung standen, setzte sie sich am Dienstagabend in Bratislava mit 30:23 (15:12) gegen Polen durch.

Zwei Kader-Plätze bleiben frei

Bester Werfer der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason war EM-Neuling Christoph Steinert mit neun Treffern. Und obwohl der Einzug in die nächste Turnierphase schon vor der Partie festgestanden hatte, war der Erfolg extrem wichtig: Denn die zwei Punkte aus diesem Spiel nimmt das deutsche Team in die Hauptrunde mit.

Was sich in Bratislava abspielte, wird unabhängig vom Ergebnis wohl einmalig in der Geschichte des deutschen Handballs bleiben: Gleich neun Nationalspieler fielen nach positiven Corona-Tests aus, so dass die DHB-Auswahl mit 14 anstatt der erlaubten 16 Spieler antreten musste. Unter den Infizierten sind auch die Melsunger Julius Kühn, Timo Kastening und Kai Häfner. Wenige Stunden vor dem Spiel gegen Polen war auch noch Torwart Till Klimpke von der HSG Wetzlar positiv getestet worden.

Golla: "Ich habe uns das zugetraut"

Von den hessischen Spielern blieb damit nur noch der gebürtige Rüdesheimer Johannes Golla übrig, der eine starke Leistung bot. "Ich habe uns das zugetraut. Aber es war natürlich keine optimale Spielvorbereitung", sagte der Kapitän im Anschluss im ZDF.

Für das DHB-Team geht es mit zahlreichen nachnominierten Spielern in der Hauptrunde weiter. Gegner dort sind ab Donnerstag Spanien, Norwegen, Schweden und Russland. Die besten beiden Mannschaften der Sechsergruppe ziehen ins Halbfinale in Budapest ein.