Imago Wildungen Vipers

Die Handballerinnen der Bad Wildungen Vipers sind voller Vorfreude auf den Start der Bundesliga-Saison im September. Ob wieder Fans in die Halle dürfen und wie es ohne sie werden könnte, wissen die Nordhessen aber noch nicht.

Endlich zischt der Ball wieder ins Netz, endlich riecht es wieder nach Harz - so dürfte es auch den hessischen Handballerinnen der Bundesliga gehen. Denn die neue Saison startet Anfang September. Wie die Liga mitteilte, soll der erste Spieltag am 5. und 6. September ausgetragen werden. Für den 22. und 23. Mai 2021 ist das Saisonfinale geplant.

Die vergangene Spielzeit war aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr abgebrochen worden. "Natürlich können wir es kaum erwarten, wieder auf der Platte zu stehen und Handball in der 1. Handball Bundesliga Frauen zu spielen", sagte Uwe Gimpel, Geschäftsführer der Bad Wildungen Vipers, dem hr-sport.

Sportlich und wirtschaftlich sinnvoll?

Ob die Spiele vor Zuschauern ausgetragen werden können, wird in Absprache mit den örtlichen Gesundheits- und Ordnungsämtern entschieden. "Die zulässigen Zuschauerzahlen sind dabei aber von den behördlichen Vorgaben abhängig und variieren von Standort zu Standort", sagte HBF-Vorstandsvorsitzende Andreas Thiel.

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Abschiedsspiel von Heusdens

Das Abschiedsspiel von Club-Ikone Sabine Heusdens, die nach dem coronabedingten Saisonabbruch im Frühjahr ihre Karriere beendet hatte, ist noch nicht terminiert. Wie ein Clubsprecher dem hr-sport sagte, wolle man damit bis nach dem Saisonstart warten. Heusdens soll einen Abschied vor möglichst vielen Fans bekommen.

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Das ist auch für das Team aus Nordhessen entscheidend: "Ob eine Hallen-Sportart, die von der unmittelbaren Emotion und der direkten Nähe zu den Zuschauerrängen lebt, mit all den durch Corona bedingten und örtlich deutlich unterschiedlich ausgeprägten Einschränkungen sportlich wie wirtschaftlich für alle Vereine zu diesem Zeitpunkt schon sinnvoll funktionieren kann, muss sich zeigen."

Geisterspiele drohen

Denn noch gibt es für die Liga keine einheitliche Regelung - die Vorgaben unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Sollten die Corona-Infektionszahlen aber erneut steigen, dürfte es in den vielen Hallen der Bundesliga eng werden - zu eng. Dann droht auch den Handballerinnen die Geisterkulisse, die sie unbedingt vermeiden wollen.